Auf der Kornhaus-Fläche entsteht Kunst

Lesedauer: 4 Min

So könnten die Kunstobjekt auf der Kornhaus-Fläche aussehen
(Foto: Fotomontage: Privat/Marco Eckle)
Christina Pirker

Weiden und Baustahl. Kindliche Freude und handwerkliches Geschick. Kunst auf Zeit und brachliegende Fläche. Diese Gegensätze sollen auf dem Kornhausgrundstück zueinander finden. Wie, das erklärte Sozialarbeiter Marco Eckle bei der Vorstellung des Projekts „Ich kann was“ im Verwaltungsausschuss in Aulendorf am Mittwochabend.

Fünf Jungen und fünf Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren sollen naturale Räume gestalten. Insgesamt sind drei kokonartige Objekte aus Weiden und Baustahl in einer Höhe zwischen drei und vier Metern geplant, die unter fachlicher Anleitung gemeinsam erstellt werden. So konnte Eckle bereits einen Schlosser aus Aulendorf gewinnen, der sein Fachwissen hierfür ehrenamtlich einbringen möchte. Zunächst ist geplant, Miniaturmodelle zu erstellen, die im Rahmen einer kleinen Ausstellung präsentiert werden. Im nächsten Schritt folgt der Bau der Objekte in voller Größe. Nach der Fertigstellung sollen die Kokons, die abends beleuchtet werden, nicht nur optisch wirken, sondern auch zur gedanklichen Auseinandersetzung mit den Materialien anregen.

Und dies auf dem Gelände des ehemaligen Kornhauses. Für Eckle eine „spannende Fläche“, der er gerne noch mal ein „ganz anderes Gesicht“ geben möchte. Da die Objekte innerhalb eines halben Tages zurückgebaut werden können, ist eine temporäre Nutzung und auch spätere Umsiedlung an einen anderen Standort möglich. Beispielsweise in den Stadtpark, wie es Bürgermeister Matthias Burth während der Ausschusssitzung vorschlug. In der Zwischenzeit könnten die Kunstobjekte die aktuell brachliegende Fläche in der Kornhausgasse optisch aufwerten, bis diese einer anderen Verwendung zugeführt wird.

Die Jugendlichen selbst sollen ein Gruppenerlebnis erfahren, das sie anregt, sich mit kreativer Gestaltung zu beschäftigen und eine Tätigkeit erleben, die keinem Nutzen folgt, sondern einfach Freude am Tun vermittelt. Fernab des Smartphones sollen die Jugendlichen mit und in der Natur gemeinsam Zeit verbringen. Das Projekt „Ich kann was“ wird sich voraussichtlich über das gesamte Jahr 2015 erstrecken.

Eckle hatte bereits mit der Gemeinde Bodnegg eine Projektförderung beantragt und auch erhalten. Dort fanden sich jedoch nicht genügend Jugendliche, die an dem Projekt mitwirken wollten. Daher ließ es sich in der Gemeinde Bodnegg letztlich nicht realisieren. Nun hat sich Eckle an die Stadt Aulendorf gewandt. Der Verwaltungsausschuss stimmte nun am Mittwochabend unisono der Umsetzung des Projekts zu. Mit vier zu drei Stimmen beschloss der Ausschuss zudem, dass die Fläche des ehemaligen Kornhauses als Fläche dienen soll. Laut Eckle gibt es bereits Jugendliche, die sich gerne an dem Kunstprojekt beteiligen wollen.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen