Ab Herbst 2019 kann im Wohngebiet gebaut werden

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 In Zollenreute entsteht eine neues Baugebiet.
In Zollenreute entsteht eine neues Baugebiet. (Foto: Archiv: Paulina Stumm)

Mit der Erschließung des Baugebiets „Tafelesch“ soll im Februar begonnen werden, sodass ab Herbst 2019 gebaut werden kann. Das wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Aulendorf bekannt gegeben. Die Kosten für die Erschließung betragen nach Angaben der Verwaltung rund 1,4 Millionen Euro. Das Gremium stimmte einstimmig dafür, das Regenwasser um das bestehende Baugebiet herumzuleiten.

Die bisher beschlossenen Planungen sehen folgende Eckdaten für das Baugebiet „Tafelesch“ vor: Die Zufahrt erfolgt über die Imterstraße. Der Einfahrtsbereich und die Knotenpunkte sollen gepflastert werden, sodass optisch ein kleiner Platz entsteht. Die Fußwege am Spielplatz und nach Esbach sollen als Kieswege ausgeführt werden. An den Wendeplatten soll jeweils ein Baum gepflanzt werden. Wie das Gremium nun beschloss, soll der abschließende Asphaltfeinbelag erst eingebaut werden, wenn alle Grundtücke bebaut sind – das soll laut Sitzungsvorlage spätestens in drei Jahren passiert sein.

Die neue Regenwasserableitung soll aus dem Baugebiet „Tafelesch“ parallel entlang des südlichen Randes des bestehendes Gebiets „Großer Esch-Erweiterung“ bis zur Landesstraße erfolgen, dann entlang der Mochenwanger Straße bis zur Imterstraße und von dort aus unter der Landesstraße hindurch bis zum westlichen Ende der Fridolin-Stark-Straße und letztlich an das Regenrückhaltebecken „Lohrer Esch-Nord“ angeschlossen werden. Wie Bürgermeister Matthias Burth auf Nachfrage aus dem Gremium bestätigte, sei eine mündliche Zustimmung der jeweiligen Grundstückseigentümer zur Leitungsverlegung vorhanden. Eine Retentionsanlage im Baugebiet entfalle durch diese Planung. Die Kosten für die Regenwasserableitung machen rund 390 000 Euro der Gesamtkosten aus.

Wie Christoph Kapitel vom gleichnamigen Ingenieurbüro in der Sitzung erläuterte, werde der bestehende Mischwasserkanal in der Imterstraße durch das neue Baugebiet nicht beeinträchtigt und Überlastungen aus der Vergangenheit könnten durch das Trennsystem (eine Leitung für Regenwasser und eine für Schmutzwasser) künftig vermieden werden.

Durch die zusätzliche Einleitung der Regenwassermengen aus dem Baugebiet „Tafelesch“ in das bestehende Regenrückhaltebecken „Lohrer Esch-Nord“ unterhalb der Fridolin-Stark-Straße ist nach Angaben der Verwaltung eine Volumenerhöhung um 200 Kubikmeter sowie eine Änderung der wasserrechtlichen Erlaubnis durch das Landratsamt Ravensburg erforderlich. Damit das Becken mehr Inhalt aufnehmen kann, müsse es verbreitert und vertieft und eingezäunt werden. Die Kosten dafür betragen rund 95 000 Euro. Allerdings werden nach Angaben der Verwaltung 44 000 Euro eingespart, da im Baugebiet kein weiteres Retentionsbecken nötig ist.

Die Wasserversorgung im Baugebiet „Tafelesch“ erfolgt künftig durch die Obere Schussentalgruppe. Fürs schnelle Internet soll die Telekom sorgen und eine Breitbandversorgung bis Glasfaserkabeln direkt ins Haus ermöglichen. Die Gasversorgung soll nach Angaben der Stadt durch den Energieversorger Thüga erfolgen, hierfür würden bereits mündliche Zusagen vorliegen. Die Stromversorgung soll durch die Netze BW gewährleistet werden. Für die Straßenbeleuchtung ist LED-Technik vorgesehen. Die Kosten dafür betragen inklusive Erdarbeiten und Verkabelung rund 80 000 Euro.

Über die Verkaufspreise der Grundstücke, die ab September 2019 bebaubar sein sollen, berät der Aulendorfer Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt.

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