„Weils bei eis am schiaschde isch“

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 Die Seminare und Veranstaltungen der „Allgäuer Heimatakademie“ haben regen Zuspruch.
Die Seminare und Veranstaltungen der „Allgäuer Heimatakademie“ haben regen Zuspruch. (Foto: Roland Ohneseit)
Schwäbische Zeitung

Seit Gründung der „Allgäuer Heimatakademie“ im Jahr 2014 haben bereits mehr als tausend Teilnehmer die Seminare dieser Bildungsorganisation für Allgäuer Heimatgeschichte und Heimatgeschehen besucht. Vergangenen Samstag fand im Dorfstadel in Eglofs das zweite Herbstseminar mit 30 Personen statt, wie es im Pressebericht heißt.

Neben den beliebten und stark nachgefragten Themen referierte Gerti Epple aus Kempten mit Westallgäuer Wurzeln, bekannt als Allgäuer Wildkräuterfrau, das Thema „Allgäuer Kräuter im Wandel der Zeit“. Fünf Tage in der Woche nach „Vernunft“ und zwei Tage nach „Genuss“ lautete das Prinzip beim Kochen und Essen. Heilkräuter wie Sanikel, Girsch und Eibisch und Salbei sollen dabei im Alltag und bei Krankheiten helfen.

Humorvoll und verständlich präsentierte Johannes Rinderle aus Seeg die Allgäuer Dialekte mit ihren Besonderheiten . Brauchtum und Traditionen würden im Allgäu gelebt, nicht nur gepflegt, so das Credo des Referenten. Vereinfachend spreche man vom „Allgäuerisch“, das es wiederum in vielen verschiedenen Facetten und Regionaldialekten gebe.

Der von Roger Mayrock, Leiter des Allgäuer Burgenmuseums in Kempten, über Allgäuer Burgen gehaltene Vortrag führte in die Zeit des Mittelalters. Wehrhafte Wohnsitze der Ritter mit entsprechenden Gutshöfen für die Versorgung der Burgleute auf Hügeln und Landsporne in exponierter Lage seien damals gebaut worden.

Den Abschluss des Seminars referierte Leo Hiemer, Filmregisseur, Filmproduzent, Filmverleiher sowie Autor. Sein Thema war „1525 – Der große Aufstand“ – im Volksmund bekannt als der „Bauernkrieg 1525“, das sich 2025 zum 500. Mal jährt. Dabei erhoben sich die Bauern gegen die feudale Herrschaft der Klöster und Fürsten.

Der Truchsess von Waldburg-Zeil, bekannt als der „Bauernjörg“, war seit 1519 Kommandeur des Schwäbischen Bundes und erbitterter Gegner der Bauernhaufen. Hiemer schilderte bildhaft und verständlich den Ablauf und die Zusammenhänge der damaligen Zeit.

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