Unterhaltungsabend der Musikkapelle Eglofs ist ein echter „Knaller“

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 Die Jungmusikanten machten mit „Dos Muchachos“ einen farbenfrohen Ausflug nach Mexiko.
Die Jungmusikanten machten mit „Dos Muchachos“ einen farbenfrohen Ausflug nach Mexiko. (Foto: rahn)
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2019 hielten die Schneemassen die Besucher ab, dieses Jahr war die Turn- und Festhalle beim Unterhaltungsabend der Musikkapelle Eglofs voll besetzt und das sorgte für gute Stimmung bei allen. Dirigentin Carina Wachter hatte ein Programm zusammengestellt, das von traditioneller Blasmusik über Musicals bis hin zu Rock und Pop reichte. Es war eine Mischung mit viel Abwechslung, vielen Hightlights und viel Spielraum, Neues auszuprobieren.

Die Jungmusikanten begannen mit „Löwenzahn“, „Viva la vida“ und „Dos Muchachos“ und beeindruckten mit sicheren Einsätzen, präzisem Takt, astreiner Intonation und einem klaren, aufgeräumten Klangbild. Die „alten Hasen“ der Musikkapelle zeigten dann, wo die Youngsters das gelernt haben. „König der Löwen“ war opulent orchestriert und die Ausschnitte aus „Der Zauberer von Oz“ erklangen schwungvoll und breiteten die herrliche musikalische Charakterisierung der Figuren mitreißend vor den Zuhörern aus. Abba trat auf (Johanna Rädler, Renate Weber, Claudius Rauch, Sebastian Kempter) und gab seine Welthits zum besten und „Gold von den Sternen“ aus dem Musical „Mozart“ sang Johanna Rädler so intensiv, dass es unter die Haut ging.

Es ging der Musikkapelle um einen geselligen, fröhlichen Abend, zu dem auch traditionelle Blasmusik gehört. „Mars di Medici“ verströmte lässigen k&k-Charme, die Fuchsgraben-Polka animierte zum Mitklatschen und in „Zwei Lausbuben“ traten die jüngsten Mitglieder der Musikkapelle als Lausbub (Bernd Kempter, Euphonium) und als Laus-Föhl (Katja Kempter, Flügelhorn) auf und beeindruckten mit unbeschwerter Virtuosität – jeder Ton passte.

„Ein kleiner Furz“ startete mit seiner durch die Tuba (Markus Kresser) dargestellten Furz-Typologie einen heftigen Angriff auf die Lachmuskulatur. „Polka-Mix“, Castaldo-Marsch und „Wir sind Wir“ folgten mit viel Elan und hielten sie Stimmung hoch. Die „Luftballon-Polka“ war ein „Knaller“: Philipp Thiel durfte zielgenau 22 Luftballons rhythmisch zum Platzen bringen. Der letzte Teil wechselte dann zu Rock und Pop: Hits der Spider-Murphy-Gang, gesungen von Claudius Rauch und Franz Kleiner, der Dixie „Ice-Cream“ mit zahlreichen Instrumental-Solis und „Islands in the stream“ rissen die Zuhörer mit. Keinen Augenblick sackte die Stimmung ab, die Zeit verrann in Windeseile.

Die Pantomime „Sparmaßnahmen im Alterheim“ - gemeinsame Nutzung von Waschwasser, Klopapier, Zahnpasta und Zahnbürste erschütterte erneut das Zwerchfell – leitete zum Schlussteil über: Druckvoll und kraftvoll arrangiert, sangen Johanna Rädler, Renate Weber und Claudius Rauch in wechselnden Besetzungen „Son of a Preacher Man“, „It‘s raining Men“ und „Bergwerk“. Zwei Zugaben mussten sein, nach einem Abend, bei dem die Spannung keinen Moment nachließ, der ideenreich, abwechslungsreich und musikalisch hochstehend war. Unterhaltung auf hohem Niveau, die Spaß machte.

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