In Siggen regnet’s Konfetti

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Den ganzen Abend über herrschte in der Turn- und Festhalle in Christazhofen allerbeste Stimmung. (Foto: Stiller)
Redakteurin/DigitAalen

Zwar haben die Gäste des Stimmungswettbewerbs in Christazhofen die Vorstellungen aller Musikkapellen mit guten Noten bewertet. Letztendlich haben sie sich aber doch für die Musikkapelle Merazhofen entschieden: 1295 aus Applaus und Chips-Abstimmung zusammengefassten Punkten brachten ihr den Sieg.

Der zweite Platz ging mit 1270 Punkten an Engerazhofen, Karsee musste sich mit 1164 Punkten geschlagen geben, nahm das Ergebnis aber sportlich.

Was sich die Musikanten für den Stimmungswettbewerb der Siggener Kameraden alles hatten einfallen lassen, war bühnenreif. Immer wieder regnete es Konfetti, wurde die Nebel-Maschine angeworfen und die Wunderkerzen entzündet. Das Publikum dankte diesem Feuerwerk an guter Laune mit Klatschen, auf Tische und Stühle steigen und frenetischem Beifall.

Gänsehaut und Referenz

Zunächst hielten die Merazhofener mit Dirigent Karl Kurray ihren Einzug. Nachdem Uli Möschel, Vorsitzender des Musikvereins Siggen, die Kriterien des Wettbewerbs erklärt hatte, ging es los. Zu zünftigen Marschtönen wurde mit „Wir sind die Merazhofener Musikanten“ die Visitenkarte abgegeben, mit „Fang das Licht“ Gänsehaut erzeugt und mit „Golden Eye“ James Bond Referenz erwiesen. Außerdem wurde „Helene Fischer“ in den Saal getragen, Cheerleader tanzten zu „Mamma Mia“, Seifenblasen begleiteten die „Schöne Urlaubszeit“, und beim S.T.S.-Medley sang alles mit: „Irgendwann bleib i dann dort.“ Sogar ein Männerstrip und ein Can-Can waren zu sehen.

Mehr auf Stimmungsmusik im ursprünglichen Sinn setzte die MK Engerazhofen. Die Gruppe grüßte mit Johannes Sgier an der Spitze „Von Freund zu Freund“, ließ „Kometen fliegen“ und begab sich „Auf die Autobahn“. Besonders schön der Schlumpf, der auf der Blockflöte den „Einsamen Hirten“ gab, oder die hübsche Anna mit ihrem „I will survive“. Den Gegenpart lieferte Rockröhre „Tina“, die sich auf einem heißen Ofen bis an die Bühne hatte fahren lassen. Das „Tiroler Land“ schließlich animierte einige Besucher zu einer Polonaise.

Es war schon 23 Uhr, als die Karseer Musikanten antraten. Klaus Knöpfler, Dirigent und Sänger, begann mit Rockklängen und dem „Rama Lama Ding Dong“. Die böhmische Polka „Wir Musikanten“ ging über zu Knöpflers Vorstellung der „Swiss Lady“ und dem mit Elisabeth Halder interpretierten „Im Wagen vor mir“. An Aretha Franklin erinnerte Steffi Riedesser mit ihrem „Think“ und erntete damit Ovationen wie dem im Gesamtchor intonierten „Freedom“.

Der als Moderator bekannte Klaus Feuerstein rief immer wieder die kaum noch zu überbietende Stimmung in der Halle ab. Er griff auch ganz am Schluss zum Akkordeon und holte sich mit Hubert von Goiserns „Brenna tuats guat“ seinen lang anhaltenden Applaus ab.

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