In Argenbühl bleibt gleich zweimal der Strom weg

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Eine Trennstelle im Stromnetz wie diese bei Waldburg musste laut Netze BW geöffnet werden, um Argenbühl wieder mit Strom zu ver
Eine Trennstelle im Stromnetz wie diese bei Waldburg musste laut Netze BW geöffnet werden, um Argenbühl wieder mit Strom zu versorgen. (Foto: Netze BW)
Schwäbische Zeitung

Die Haushalte in Argenbühl sind am Wochenende gleich von zwei Stromausfällen betroffen gewesen. Am Sonntagnachmittag blieb sogar in der gesamten Gemeinde der „Saft“ weg, wie aus einer Mitteilung des Netzbetreibers Netze BW hervor geht.

Demnach kam es am Sonntagmittagum kurz nach 13 Uhr kam es zu einem großflächigen Stromausfall in ganz Argenbühl sowie entlang der A 96 rund um Waltershofen. Bereits in der Nacht vom Samstag hatte es eine Störung im 20 000-Volt-Netz in Argenbühl gegeben. Diese konnte nach Angaben von Netze BW der Bereitschaftsdienst nach Schaltmaßnahmen in Abstimmung mit der Zentralen Leitstelle in Ravensburg bis 0.40 Uhr weitestgehend und eine Stunde später komplett beheben – ohne jedoch einen eindeutige Ursache zu entdecken.

Auf der Suche nach dem Grund für die neuerliche Störung am Sonntag fand die Bereitschaft um kurz vor 17 Uhr schließlich einen Baum, der unweit des Kraftwerks Au in die an der Untere Argen entlang führende Doppelleitung gefallen war. Die Fehlerstelle habe sich wegen eines dort am Straßenrand verlaufenden Damms nur schwer einsehen lassen, so ein Sprecher des Netzbetreibers.

Parallel dazu hatten die Monteure mithilfe weiterer Schaltmaßnahmen die Versorgung zwischen 14.20 und 15 Uhr weitestgehend wieder hergestellt. Bei einigen Ortsnetzstationen rund um die Fehlerstelle selbst und in Meggen, die über Stichleitungen angebunden sind, dauerte die Wiederherstellung der Versorgung allerdings länger.

Um die nötigen Schaltmaßnahmen in Angriff nehmen zu können, hatten die Monteure zunächst einen Steiger zu organisieren und Trennstellen zu öffnen. Gegen 17.45 Uhr gingen laut Netz vier von acht noch spannungslosen Stationen wieder ans Netz. Die übrigen sollen im Laufe des Abends wieder versorgt werden. Die Reparatur der zerstörten Freileitung wird „umgehend“ zu Beginn der neuen Woche erfolgen, so der Sprecher.

Bereits am Samstagabend um 17.19 Uhr war es zu einem Defekt an einem 20 000-Volt-Erdkabel der Netze BW zwischen dem Schaltwerk Gottrazhofen und der Ortsnetzstation am Kindergarten in Christazhofen gekommen. Vom Stromausfall betroffen waren laut Netze BW Haushalte und Betriebe in einem Gebietsstreifen von Christazhofen bis Eglofs. Durch Schaltmaßnahmen in Abstimmung mit der Zentralen Leitstelle in Ravensburg konnte die Bereitschaft demnach die Versorgung bis 18.13 Uhr fast vollständig wieder herstellen. Für die Anschlüsse an einer Ortsnetzstation war vorübergehend ein Notstromaggregat zu installieren, das kurz vor 20 Uhr in Betrieb ging.

Am Sonntagmorgen gelang es nach Angaben des Netzbetreibers dem Monteurteam vom Bezirksservice Allgäu, einen Stromwandler im Schaltwerk Gottrazhofen als Auslöser zu identifizieren. Am frühen Nachmittag konnte daraufhin der Erdkabelabschnitt wieder zugeschaltet und das Aggregat abgebaut werden. Der defekte Stromwandler soll in den nächsten Tagen erneuert werden.

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