Eglofser Turnhalle verwandelt sich in Zirkusmanege

Lesedauer: 4 Min
 Was wäre ein Zirkus ohne Clowns? Natürlich waren auch bei „Teckolino“ zwei Prachtexemplare dabei.
Was wäre ein Zirkus ohne Clowns? Natürlich waren auch bei „Teckolino“ zwei Prachtexemplare dabei. (Foto: Vera Stiller)
Vera Stiller
Redakteurin

In jedem Jahr das gleiche Bild im Feriendorf Eglofs: Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren aus Wernau und Umgebung verleben hier ihre Herbstferien. An drei Tagen der Woche werden sie von Jens Mischner und seinem Trainerteam zu kleinen Artisten des „Zirkus Teckolino“ ausgebildet. Am Freitagnachmittag gibt es dann in der Turn- und Festhalle Eglofs eine öffentliche Vorstellung.

Tierdressuren und Hochseilakrobatik. Der Duft nach Sägemehl und Popcorn. Das alles gehört für viele Menschen zu einem Zirkus dazu. Dass es auch einige Nummern kleiner geht, deshalb aber nicht weniger spannend und lustig sein muss, das beweist immer wieder zur Herbstzeit ein Ferienprojekt in Eglofs. Die Verantwortlichen um Jens Mischner aus Kirchheim verstehen es, die Kinder und Jugendlichen so anzuleiten, dass sie ein fast eineinhalbstündiges Programm auf die Füße, Räder, Bälle und Trapez stellen können.

„Es ist erstaunlich, was hier in so kurzer Zeit entstanden ist“, zeigte sich zu Beginn der Vorstellung Hans Hepp erstaunt. Er, der den katholischen Familienkreis Wernau bereits seit 1973 nach Eglofs begleitet, meinte damit zunächst die Turnhalle, die mit einem großen Vorhang, dem Rund der Manege und den später in vielen Farben leuchtenden Scheinwerfern kaum wiederzuerkennen war.

Die Spannung der vielen kleinen und großen Zuschauer war förmlich zu spüren, als die Musik zur Eröffnung einsetzte und das Programm mit einer humorvollen Clown-Nummer eröffnet wurde. Dann folgte eine Überraschung nach der anderen. In ihren Kostümen bezaubernd anzusehen und perfekt geschminkt zeigten die jugendlichen Akteure Kunststücke am großen Reif und dem Würfeltrapez, es wurde balanciert und meisterhafte Saltos geschlagen. Viel Mut bewiesen die Mädchen beim Seilspringen und beim Einrad- und Hochradfahren, wieder andere schwebten am Vertikaltuch und schienen die physikalischen Gesetze aufzuheben.

Wenn etwas nicht gleich beim ersten Mal zu gelingen schien, wurde so lange applaudiert, bis es dann umso besser klappte. Schön auch anzusehen, wie die älteren Teilnehmer den jüngeren hier und da halfen und man sich nach absolvierter Darbietung alle gemeinsam formvollendet vor dem Publikum verbeugte.

Die elfjährige Nele: „Daswaren meine schönsten Ferien“

Der jetzt 14-jährigen Caroline hatte ihr Zirkusdebüt im vergangenen Jahr so viel Freude gemacht, dass sie heuer erneut ein paar artistische Aufgaben übernahm. Zum ersten Mal mit dabei war Nele. Die ElfJährige war von ihrer Freundin Celine zum Mitmachen animiert worden und gestand: „Das waren meine schönsten Ferien.“ Ja, und die kleine Schwester der achtjährigen Anne, die auf dem Ball turnte und eine gekonnte Seilnummer hinlegte, war sich sicher: „Im nächsten will ich auch mitmachen.“

Bevor das mit Bravo-Rufen begleitete Finale aller Akteure einsetzte, wurde noch gedankt. Zunächst einmal den Verantwortlichen von „Teckolino“, dann aber auch der Gemeindeverwaltung Argenbühl für das kostenfreie Überlassen der Halle und für so mache geleistete Hilfestellung.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen