Eglofser Turnhalle strahlt Zirkusatmosphäre aus

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In den Herbstferien erfüllte sich für jugendliche Gäste des Eglofser Feriendorfs der Traum vom eigenen Zirkusauftritt.
In den Herbstferien erfüllte sich für jugendliche Gäste des Eglofser Feriendorfs der Traum vom eigenen Zirkusauftritt. (Foto: vs)
Schwäbische Zeitung
Vera Stiller
Redakteurin

Wieder einmal hieß es in Eglofs „Manege frei“: 48 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren aus Wernau und Umgebung, die zusammen mit ihren Familien im Eglofser Feriendorf eine Woche freie Herbstzeit verbrachten, studierten mit Jens Mischner und seinem Trainerteam ein tolles Programm ein. Am Freitagnachmittag gab es dann eine öffentliche Vorstellung vom „Zirkus Teckolino“.

Schon beim Betreten der Eglofser Turnhalle war sie zu spüren: die Zirkusatmosphäre, die noch immer Klein und Groß in ihren Bann zieht. Und wie bei der Originalausgabe trennte auch hier ein großer Vorhang die Zirkuskünstler von den Besuchern, die in großer Zahl um die Manege herum und in den Reihen dahinter Platz genommen hatten. Vor allem die Buben und Mädchen waren es, die es kaum erwarten konnten, Bruder oder Schwester, Freund oder Freundin als Artisten bewundern zu können.

Ganz still wurde es, als die Scheinwerfer rot, grün und gelb aufleuchteten, als die Musik einsetzte und der Zirkusdirektor sein Publikum begrüßte. Was während der folgenden eineinhalb Stunden alles geboten wurde, das versetzte Kinder wie Erwachsene in Erstaunen. „Man kann es nicht glauben, dass diese Mädchen und Buben nur drei Tage Probe gebraucht haben, um uns so etwas präsentieren zu können“, stellte Hans Hepp, der seit 1973 die Freizeit des katholischen Familienkreises Wernau nach Eglofs begleitet, verwundert fest.

In ihren Kostümen bezaubernd anzusehen und perfekt geschminkt zeigten die kleinen Akteure Balanceakte auf Ein- und Hochrad wie auf der Laufkugel, sie sprangen gekonnt Seil und unternahmen am Trampolin waghalsige Saltos. Ganz hoch hinaus ging es am Trapez wie auch am Würfel-Trapez. Bei diesen Kunststücken hielt man als Zuschauer ebenso gebannt die Luft an wie bei den Vorführungen am Vertikaltuch.

Einen guten Gleichgewichtssinn mussten die jungen Damen beim Rola Bola haben, während die von der Akrobatik-Abteilung gebauten Pyramiden einfach ein Hit waren. Viel zu lachen gab es einmal bei den Clowns, aber auch der Löwen-Dompteur mit seinen fünf Lieblingen sorgte für eine ordentliche Portion Heiterkeit.

Bevor es zum großen und mit Bravo-Rufen bedachten Finale ging, freute sich die siebenjährige Pauline über ihren gelungen Auftritt am Würfeltrapez und als sprunggewaltiger Löwe. „Ich turne in Wernau auch im Verein“, erklärte sie stolz und war sich sicher, auch im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

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