Dauert die Fahrt durchs Eglofstal bald acht Sekunden länger?

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 Der Ist-Zustand ist ungewöhnlich: Eglofstal hat – für geschlossene Ortschaften übliche – gelbe Ortsschilder. Trotzdem herrscht
Der Ist-Zustand ist ungewöhnlich: Eglofstal hat – für geschlossene Ortschaften übliche – gelbe Ortsschilder. Trotzdem herrscht nicht Tempo 50. Das soll sich nun ändern. (Foto: pama)
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An genau einer Straße – und hier an genau einer Stelle – kann die Gemeinde Argenbühl nach den Ergebnissen des Lärmaktionsplans auf Veränderungen drängen. In der jüngsten Ratssitzung stellte Bauamtsleiter Hans-Peter Hege den Lärmaktionsplan und die möglichen Konsequenzen vor.

Hege berichtete, dass lediglich an der B12 die Lärmschutzgrenzwerte in größerem Maß überschritten werden. Ansetzen könne man „im Prinzip nur in Eglofstal“, sagte er und erklärte: „Nur hier haben wir einen gewissen geschlossenen Siedlungscharakter, den der Gesetzgeber sehen will.“

In der Ortsdurchfahrt Eglofstal darf derzeit ganztägig mit bis zu 60 Kilometern pro Stunde gefahren werden. „Das ist historisch bedingt und schon seit Jahrzehnten so.“ Kurios sei Tempo 60 in Eglofstal deshalb, weil die am Orts-ein- und ausgang die für geschlossene Ortschaften üblichen gelben Ortsschilder stehen. Diese werden in vielen Köpfen mit Tempo 50 verknüpft und das soll nun, wie der Gemeinderat bei einer Gegenstimme entschieden hat, auch in Eglofstal gelten. Übergeordnete Verkehrsbehörden müssen vorher allerdings noch grünes Licht geben.

Die Gegenstimme zu Tempo 50 kam von Georg Deiss. Er sehe keinen Grund als Gemeinderat für eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu sein, solange aus Eglofstal nicht der Ruf nach Tempo 50 kommt. Der CDU-Gemeinderat merkte außerdem an, dass er vier Mal am Tag durch Eglofstal fahre. „Acht Sekunden mehr pro Strecke ist jetzt nicht gerade dramatisch“, entgegnete Bürgermeister Roland Sauter. „Das tut niemandem weh.“

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