Benzingeruch, aufgewühlter Staub und ein Höllenlärm

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Tine Steinhauser

120 Motorsportler konnten es am Wochenende kaum erwarten: Endlich beginnt die Saison für die Ackercrossfahrer. Los ging es mit dem Rennen des Motorsportclubs Eglofstal in Christazhofen. Bereits zum 15. Mal stellten die Freunde des Motorsports die Veranstaltung auf die Beine.

Mit 65 Mitgliedern ist der MSC eher ein kleiner Verein. Das hält die Männer – laut dem Vorsitzenden Hubert Wirthensohn sind es überwiegend Männer, „aber auch ein paar Frauen“ – nicht davon ab, ein Rennen mit insgesamt acht Nennklassen zu veranstalten: von der Jugend, über die Senioren, von den Oldtimern bis hin zu den Motorrädern mit bis über 500 Kubikzentimetern Hubraum.

„99 Prozent aller Fahrer sind auch Schrauber und basteln liebend gern an ihren Fahrzeugen“, erzählte Wirthensohn, das sei eben Leidenschaft.

Im Hintergrund waren bereits die Jugendlichen auf die Strecke gegangen. 1,2 Kilometer quer über den Acker. „Es werden 15 Minuten Runde um Runde gefahren. Derjenige, der dann führt, muss die Führung noch eine Runde halten. Wird er überholt, muss der nächste wieder eine Runde vorne sein, um zu gewinnen“, so Wirthensohn. Klingt einfach, aber ein Blick auf die Strecke zeigt: die Kurven sind eng, Überholmanöver sind haarig.

Weniger Starter aus eigenen Reihen dabei

„Wir haben in diesem Jahr 120 Starter, viele aus der Region, aber auch aus Österreich und der Schweiz, manche haben eine Anreisestrecke von 150 Kilometern“, sagt der Vorsitzende. Einige Motorsportler, die in Deutschland auf nationaler Ebene Rennen fahren, nutzten die hiesige Veranstaltung als Training, für andere ist es ein Höhepunkt in ihrem Hobby.

Aus den eigenen Reihen gingen in diesem Jahr weniger Fahrer an den Start, insbesondere für die Jugendlichen gebe es ein zeitlich parallel liegendes Rennen.

Wirthensohn selbst, der Lokalmatador, steckt aber schon in der vorgeschriebenen Schutzkleidung, in den kniehohen Crossstiefeln, setzt den Helm auf und geht mit der Startnummer 68 bei den Senioren an den Start. Jedes Rennen beginnt mit einem beeindruckenden Massenstart.

Und da fühlen es auch die unbeleckten Laien: Der Geruch von Benzin, jede Menge aufgewühlter Staub und ein Höllenlärm, Aufregung, Fahrkunst und Risikofreude, das alles gehört zu einem guten Ackercross, und es macht nicht nur den Fahrern richtig Spaß. Am Rande der Strecke wird gestaunt, gefachsimpelt, werden Schrauben nachgezogen und Daumen gedrückt.

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