Argenbühl-Derby in Eglofs

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Argenbühl-Derby in Eglofs
Argenbühl-Derby in Eglofs (Foto: DPA)
Timo Städele

Ein Nachholspiel, das es in sich hat, steht am Donnerstag, 5.Mai, ab 15 Uhr in der Fußball-Kreisliga A III an. Der derzeitige Tabellenzweite aus Eglofs empfängt den formschwachen TSV Ratzenried zum Argenbühl-Derby.

Während der SVE bislang eine Saison spielt, die jegliche Erwartungen übertrifft, hat der als Mitfavorit gehandelte TSV mit einer Formkrise zu kämpfen. Das neue Trainerduo Mayinger/Sigg der Gäste soll in Ratzenried für frischen Wind sorgen.

„Denken von Spiel zu Spiel“

„Weiterhin von Spiel zu Spiel denken und schauen was möglich ist“ - mit dieser Mentalität geht der starke SV Eglofs in die verbleibenden Spiele der Saison. Laut Spieler Tobias Kempter hat seine Mannschaft „nichts zu verlieren“. Ein komfortabler Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Drittplatzierten aus Leutkirch, bei einem Spiel weniger, gibt wenig Anlass zur Nervosität.

Die Zeichen stehen auf eine verlängerte Saison. Platz zwei würde für den SV, bei dem niemand damit gerechnet hat, „dass man soweit kommt“, die Teilnahme an den Relegationsspielen bedeuten. Diese werden natürlich „gerne mitgenommen“, so Kempter, sieht seine Mannschaft im Fall, dass es soweit kommt, jedoch ganz klar in der Außenseiterrollen mit nur minimalen Chancen.

Revanche für das 0:4

Die Konzentration gilt nun aber ganz dem am Donnerstag anstehenden Derby gegen den Nachbarn aus Ratzenried. Die heißumkämpften Derbys stehen für das Heimteam unter keinem guten Stern. Im Hinspiel ging die Mannschaft von Trainer Klaus Schmähl sang- und klanglos mit 0:4 unter und kassierte die höchste Saisonniederlage. Diese herbe Niederlage gilt es an Christi Himmelfahrt „ wieder gutzumachen“. Mit einer erfolgreichen Saison im Rücken geht der SV Eglofs jedenfalls mit viel Selbstvertrauen in die Partie.

Doppellösung auf der Trainerposition

In Ratzenried hat man sich vor der Saison deutlich mehr vorgenommen. Wie die Jahre zuvor wollte der TSV auch in dieser Spielzeit beim Aufstieg ein Wörtchen mitreden. „Das kann momentan nicht umgesetzt werden“, so das nüchterne Fazit des Abteilungsleiters Rolf Mösch.

Ausreden dafür will Mösch gar nicht erst suchen. Die Trainingsleistung sei gut, könne aber „nicht auf den Platz gebracht werden“. Die Doppellösung Mayinger/Sigg als Erben des scheidenden Helmut Zimmermann soll dem nun Abhilfe leisten und der Mannschaft neues Leben einhauchen.

„Verantwortungsvolle Aufgabe“

Für Denis Mayinger, der einst selbst für den TSV aktiv war, ist es eine große Ehre für den Heimatverein an der Seitenlinie zu stehen. Natürlich sei es „eine große und verantwortungsvolle Aufgabe“, die er engagiert angeht, und er freut sich auf die Zusammenarbeit mit einer „tollen Truppe“.

Vor dem anstehenden Derby ist die Marschroute eindeutig: „Das Derby darf nicht verloren gehen. Mindestens ein Punkt, wenn nicht gar drei Punkte“, so die Vorgabe des Abteilungsleiters. Trotz einer gemeinsamen Jugendarbeit herrscht „Rivalität auf dem Platz“.

Fest steht für Abteilungsleiter Mösch, dass die Mannschaft „engagierter zu Werke gehen muss als gegen den FC Leutkirch“ vergangene Woche. Wichtig sei es nun im Hinblick auf eine ausgeglichene Tabellensituation „die Punkte schnell zu sammeln“, um nicht noch unter Druck zu geraten.

Weitere Partien in der KreisligaAIII am Donnerstag, 5.Mai, 15Uhr: FC Lindenberg – FCScheidegg, SV Eglofs – TSV Ratzenried.

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