WG-Kennzeichen spaltet die Region

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Um diesen Anblick kämpfen die Initiatoren der Petition: Ein Traktor mit WG-Kennzeichen.
Um diesen Anblick kämpfen die Initiatoren der Petition: Ein Traktor mit WG-Kennzeichen. (Foto: Archiv: Roland Rasemann)

Die Wangener kämpfen weiter für die Wiedereinführung eines WG-Kennzeichens – jetzt auch per Onlinepetition. Am 2. Juli startete der Stimmenfang. 360 Unterschriften kamen innerhalb der ersten Woche zusammen. Bis Montagnachmittag waren es knapp 450.

„Wir fordern den Kreistag auf zu beschließen, dass im Kreis Ravensburg neben RV auch das alte Kennzeichen WG wieder zugelassen wird.“ So beginnt die Petitionsbeschreibung im Netz. Wie in der großen Mehrzahl betroffener Landkreise mittlerweile geschehen, solle auch der Bevölkerung in unserem Landkreis eine solche Wahlmöglichkeit bei der Nummernausgabe eröffnet werden.

„Wir treten dafür ein, dass die Bewohner unseres Landkreises nicht weiter von dieser bundesweiten Entwicklung ausgeschlossen werden und – wie andere Bundesbürger – die demokratisch legitimierte Möglichkeit des Altkennzeichens bekommen.“ Niemand, so betont Initiator Gerold Fix aus Wangen, wolle den Kreis Ravensburg als Verwaltungseinheit infrage stellen. Es gehe lediglich darum, eine zusätzliche Wahlmöglichkeit zu schaffen. Denn für viele sei das ein Stück regionaler beziehungsweise lokaler Identität. Auch eine touristische Werbung könne das WG-Kennzeichen sein – insbesondere auch im Hinblick auf die Landesgartenschau im Jahr 2024.

Mehr als die Hälfte der bisherigen Unterzeichner kommt aus Wangen selbst. Die anderen kommen vor allem aus Argenbühl (43), Isny (26), Leutkirch (21) und Kißlegg (13). 355 der Teilnehmer wohnen im Landkreis Ravensburg. Die Onlinepetition hat allerdings noch eine große Hürde vor sich: 2200 Unterzeichner werden für ein Quorum benötigt, davon wurden bis Montagnachmittag nur 18 Prozent erreicht.

Die Unterzeichner sind vor allem angetrieben aus einer Sehnsucht nach mehr Identität, wie eine Reihe von Kommentaren auf der Seite zeigt. „Ich bin Allgäuer und me goht it“, schreibt etwa Ottmar J. aus Wangen. „Als Allgäuer fühle ich mich Wangen zugehörig. Das ist meine Heimat und möchte das auch mit meinem Kennzeichen zum Ausdruck bringen.“ Thomas Christian H., der ebenfalls angibt, aus Wangen zu stammen, erklärt: „Auch mir geht es um die Indentität, zusammen mit den Leutkirchern, Isnyern usw. als WG den württembergischen Teil des Allgäus auszumachen.“ (jam)

Gemischte Gefühle bei den Bürgermeistern in den Gemeinden rund um Wangen: Altkennzeichen ja oder nein?

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Die Wangener kämpfen weiter für die Wiedereinführung eines WG-Kennzeichens – jetzt auch per Onlinepetition. Am 2. Juli startete der Stimmenfang. 360 Unterschriften kamen innerhalb der ersten Woche zusammen. Bis Montagnachmittag waren es knapp 450.

„Wir fordern den Kreistag auf zu beschließen, dass im Kreis Ravensburg neben RV auch das alte Kennzeichen WG wieder zugelassen wird.“ So beginnt die Petitionsbeschreibung im Netz. Wie in der großen Mehrzahl betroffener Landkreise mittlerweile geschehen, solle auch der Bevölkerung in unserem Landkreis eine solche Wahlmöglichkeit bei der Nummernausgabe eröffnet werden.

„Wir treten dafür ein, dass die Bewohner unseres Landkreises nicht weiter von dieser bundesweiten Entwicklung ausgeschlossen werden und – wie andere Bundesbürger – die demokratisch legitimierte Möglichkeit des Altkennzeichens bekommen.“ Niemand, so betont Initiator Gerold Fix aus Wangen, wolle den Kreis Ravensburg als Verwaltungseinheit infrage stellen. Es gehe lediglich darum, eine zusätzliche Wahlmöglichkeit zu schaffen. Denn für viele sei das ein Stück regionaler beziehungsweise lokaler Identität. Auch eine touristische Werbung könne das WG-Kennzeichen sein – insbesondere auch im Hinblick auf die Landesgartenschau im Jahr 2024.

Mehr als die Hälfte der bisherigen Unterzeichner kommt aus Wangen selbst. Die anderen kommen vor allem aus Argenbühl (43), Isny (26), Leutkirch (21) und Kißlegg (13). 355 der Teilnehmer wohnen im Landkreis Ravensburg. Die Onlinepetition hat allerdings noch eine große Hürde vor sich: 2200 Unterzeichner werden für ein Quorum benötigt, davon wurden bis Montagnachmittag nur 18 Prozent erreicht.

Die Unterzeichner sind vor allem angetrieben aus einer Sehnsucht nach mehr Identität, wie eine Reihe von Kommentaren auf der Seite zeigt. „Ich bin Allgäuer und me goht it“, schreibt etwa Ottmar J. aus Wangen. „Als Allgäuer fühle ich mich Wangen zugehörig. Das ist meine Heimat und möchte das auch mit meinem Kennzeichen zum Ausdruck bringen.“ Thomas Christian H., der ebenfalls angibt, aus Wangen zu stammen, erklärt: „Auch mir geht es um die Indentität, zusammen mit den Leutkirchern, Isnyern usw. als WG den württembergischen Teil des Allgäus auszumachen.“ (jam)

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