SZ öffnet die Türen bei FPT Robotik in Amtzell

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Geschäftsführer Harald Gläss zeigt den rund 70 Besuchern, wie eine fertige automatisierte Anlage funktioniert.
Geschäftsführer Harald Gläss zeigt den rund 70 Besuchern, wie eine fertige automatisierte Anlage funktioniert. (Foto: Gempp)

Wie entsteht eine vollautomatisierte Maschinenanlage und was können Roboter heutzutage in der Fertigung leisten? Antworten auf diese Fragen fanden rund 70 Leser der „Schwäbischen Zeitung“ bei der Amtzeller Firma FPT Robotik. Sie folgten der Einladung in das Allgäuer Unternehmen im Rahmen der Aktion „SZ öffnet Türen“. 120 Mitarbeiter sind am Standort in Amtzell beschäftigt. Das Unternehmen wurde vor 36 Jahren von Hermann Müller in Wangen gegründet und ist seit 1996 in Amtzell ansässig.

„Guten Tag, mein Name ist K7-R3“, begrüßt ein Empfangsroboter die Gäste. Er nennt die Uhrzeit und den Standort, antwortet wie eine sprachgesteuerte Suchmaschine auf Fragen und erzählt sogar die ein oder andere Anekdote aus dem Leben eines Roboters. Er nennt sich selbst „modernisierte Empfangsdame“ – gehört jedoch nicht zur Standardbelegschaft bei FPT Robotik. „Das ist ja gut gemacht“, freuen sich die Besucher am Freitagnachmittag über den als Roboter geschminkten Mitarbeiter des Technologieunternehmens.

Humanoide Roboter stellt die Amtzeller Firma zwar nicht her, dafür erfuhren die 70 Leser der „Schwäbischen Zeitung“ an fünf verschiedenen Stationen, wie Entwicklung, Vertrieb, Konstruktion, Hard- und Software-Engineering sowie die Endmontage beim Hersteller für Industrierobotern und Automatisierungssysteme funktioniert. Am Anfang stehen die Entwickler eigentlich immer vor einem weißen Blatt Papier, erfahren die Besucher an der Station „Entwicklung“. Dann skizzieren die Kollegen erste Entwürfe einer Maschinenanlage, simulieren den künftigen Betrieb – und geben diese Ideen weiter in die Konstruktionsabteilung. Auch hier wird mit 3D-Modellen am Computer gearbeitet und etwa eine Lenkhilfe für automatisiertes Fahren entwickelt. Tausende Einzelteile werden für die Spritzgussmaschine geplant und schließlich gefertigt.

Anschaulich wird es für die Besucher, als sie sehen, wie ein Industrieroboter Teile für ein 3D-Puzzle herstellt und verpackt. Auch in Lagern von größeren Firmen kommen Roboter aus dem Allgäu zum Einsatz. Demnächst werden etwa drei automatisierte Maschinen nach Australien verschifft werden, wo sie Paletten für einen Getränkehersteller sortieren sollen. In der Werkshalle konnte schließlich noch eine voll automatisierte Anlage im Betrieb besichtigt werden.

Nach der Führung durch die Firma in Kleingruppen ließen die Besucher den Nachmittag in der Michelin-Stern-prämierten Kantine ausklingen.

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