Musiker zeigen sich vielseitig und facettenreich

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Die Musiker der Musikkapelle Pfärrich überzeugten bei ihrem Konzert.
Die Musiker der Musikkapelle Pfärrich überzeugten bei ihrem Konzert. (Foto: Claudia Bischofberger)
Claudia Bischofberger

Die Freunde der gepflegten Volksmusik sind am vergangenen Samstag in der Mehrzweckhalle Amtzell beim Jahreskonzert mit den Pfärricher Musikanten wieder voll auf ihre Kosten gekommen.

„Heimat ist da, wo wir uns wohl fühlen“ , dieses Gefühl wird in dem Konzertmarsch „Sympatria“ vermittelt. Der Titel des von Thomas Asanger komponierten Konzertmarsches setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern „Sym“, das heißt „zusammen“ und „Patria“, das Heimatland.

Das Stück soll auf musikalische Weise davon überzeugen, das Heimat weniger eine Frage der räumlichen Herkunft ist, sondern vielmehr der sozialen Zugehörigkeit zu zusprechen ist.

Als der Komponist Markus Götz im Jahr 2007 das Konzertwerk „Adventure!“ komponierte, wollte er zu dieser fiktiven Filmmusik auch noch eine Fortsetzung schreiben. Denn den Abenteuern seines Helden bedurfte es musikalisch einer weiteren Erzählung.

Das Stück „Adventure!-2“, beginnt mit Allegro, wo der Abenteurer im Urwald große Gefahren meistern muss. Im langsamen Teil träumt er von seiner Geliebten, die den Klängen nach aus dem Orient stammt. Das Stück führt das Publikum musikalisch durch die Höhen und Tiefen eines Abenteurers.

Es erzeugt sowohl emotionsgeladene Spannung, um dann leise abzuklingen in sehnsuchtsvolle Träume. All diese Gefühle überträgt die Kapelle meisterhaft auf das zahlreich erschienene Publikum.

Die beiden Solisten Volker Rütten und Alexander Weber spielt auf ihren Hörnern in Begleitung des Orchesters das „Hornfestival“. Ruhig und tragend und zugleich voller Rhythmus und Harmonie. Die Bläser sowie das gesamte Orchester ernteten dafür großen Applaus.

„Towards a new horizon“ von Steven Reineke soll musikalisch Mut machen, neue Wege zu beschreiten. Das Stück besticht durch aufregende Rhythmen in allen Farben der spielerischen Musikkunst.

Und es führt die Zuhörer auch direkt in die kurze Pause, wo man sich über das Gehörte austauschen kann, sowie für das leibliche Wohl Sorge tragen darf.

Zwar war der Marsch von Timo Dellweg „Karl der Große“ noch nicht die Krönung des Abends, aber gespielt wurde er von der Musikkapelle Pfärrich wahrhaft königlich.

An „Tagen wie diesen“ treffen auch mal die „Toten Hosen“ auf Blasmusik. Und diese moderne Musik zeigte, wie vielseitig und facettenreich das Ensemble ist. Dazu folgte auch gleich ein Aufruf an alle, die gerne Musik machten. Jeder sei willkommen mal am Donnerstag einen Blick in die Proben zu werfen und Teil dieses tollen Haufens zu werden, sagte die junge Musikantin.

Ganz ohne weißem Klavier und Bademantel vermittelte die Kapelle noch mit einem Medley von Udo Jürgens, dass mit 66 Jahren das Leben erst anfängt und die Sehnsucht nach daheim beim „Griechischen Wein“.

Doch ohne Zugabe wollte die Musikanten das Publikum nicht nach Hause gehen lassen. Denn wer wie Udo „noch niemals in New York war“, durfte auch diesen geglückten Abschluss nicht verpassen.

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