Moll ermuntert zur Kandidatur für die Kommunalwahl

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250 Bürgerinnen und Bürger waren am Dienstag gekommen, um den Rück- und Ausblick von Bürgermeister Clemens Moll zu hören und mit ihm auf das neue Jahr anzustoßen. (Foto: Stiller)
Vera Stiller
Redakteurin

In diesem Jahr hat es eine Neuerung für die Amtzeller Neujahrsbegrüßung gegeben. Auf Vorschlag von Pfarrer Matthias Hammele wurde vor der Veranstaltung das Zeitfenster für einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes und Mauritius eingeräumt. Eine große Anzahl von Gläubigen nahm dieses Angebot dankbar an.

250 Bürgerinnen und Bürger waren es dann, die sich gegen 15 Uhr auf dem Platz vor dem Alten Schloss einfanden. Die Musikkapelle Amtzell lieferte den musikalischen Rahmen für das gelungene Treffen. Der Amtzeller Männerchor sorgte wie immer für die Bewirtung.

Bürgermeister Clemens Moll stellte seinen Jahresrückblick unter das Motto „2018 hat sich in Amtzell wieder einiges getan“ und vervollständigte diesen Satz mit dem Blick auf die Zuhörer: „Zusammen mit Ihnen, mit den Menschen in unserer Gemeinde, konnten wir wieder viel Positives erreichen.“ Wie Moll von den „neuen Gesichtern“ sprach, die nach Amtzell gekommen seien. Um mit Rektorin Sara Schmucker und Pfarrer Matthias Hammele zwei Beispiele zu nennen.

Sein „beeindruckendes Wahlergebnis“ und die überdurchschnittlich hohe Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl war für Clemens Moll nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern auch ein Zeichen dafür, „dass Gemeindeverwaltung und Gemeinderat in der Vergangenheit ordentlich gearbeitet haben“. Und dass man mit den zu treffenden Entscheidungen die Gemeinde weiterentwickelt habe.

Arztpraxis wird übergeben

Unter das Thema „Personelles“ fiel ebenso die Tatsache, dass der in den Ruhestand gehende Dr. Wolfgang Hirscher mit Dr. Malte List einen jungen Nachfolger bekommen wird. Gerade im ländlichen Raum, so der Bürgermeister, sei es keine Selbstverständlichkeit, dass die Übergabe einer Arztpraxis nahtlos stattfinden könnte. Umso glücklicher sei man, dass dies gelungen sei.

Mit „Im Gegensatz zu Goppertshäusern konnte der Bebauungsplan Pfärricher Straße bei der gerichtlichen Überprüfung durch den Verwaltungsgerichtshof bestehen“, war Moll bereits beim „Ausblick 2019“ angelangt. Und er stellte fest: „Dieser Erfolg kommt in mancher Diskussion zu kurz!“ Hier im Grüntenweg würde nun weiterer Wohnraum entstehen, für den die Nachfrage ungebrochen groß sei. Dass die „Attraktivität unserer Gemeinde“ auch mit Zahlen belegt werden kann, machte der Rathauschef mit dem Aufschlagen des großen Buches im Standesamt fest: Aktuell hat Amtzell 4.239 Einwohner. Den 32 Sterbefällen im Jahr 2018 stehen 47 Neugeborene gegenüber.

Das Wachstum und die Weiterentwicklung der Gemeinde bleibt auch künftig eine wichtige Aufgabe für Gemeinderat und Verwaltung. Mit der Erweiterung des Mischgebietes in Geiselharz und mit dem Wohnbauprojekt Haberacker gibt es bereits konkrete Projekte. Kein Geheimnis ist es laut Clemens Moll, dass gemeinsam mit der Hermann-und-Aloisia-Kränzle-Stiftung ein Nutzungskonzept für „Kapellenberg III“ erstellt wird. Hier sollen im Sinne der Stiftungsgründerin ältere Menschen Wohnraum finden.

„Der Umstieg von der Kameralistik auf die Doppik bedeutet für unsere Mitarbeiter in der Kämmerei und der Gemeindekasse eine Herkulesaufgabe“, hielt der Bürgermeister vor Augen. Weil zukünftig auch Abschreibungen und die Darstellung des Werteverzehrs eine bedeutende Rolle in der Finanzlage der Gemeinde spielen werden, zeigte sich Moll überzeugt: „Eine verminderte Investitionskraft wird zur Folge haben, dass eines der großen Investitionsvorhaben wie Feuerwehrwesen, Glasfaser, Kindergarten und Festhalle in den nächsten drei Jahren nicht angegangen werden kann.“

„Miteinader die Zukunft anpacken“

Weil Gemeinderäte in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit den Blick auf das „große Ganze“ haben müssen, „der dem einzelnen Bürger mit seinem Partikularinteresse häufig fehlt“, forderte Clemens Moll zum Schluss seiner Ausführungen dazu auf, sich für die Kommunalwahl im Mai 2019 aufstellen zu lassen. Denn: „Nur miteinander können wir die Herausforderungen der Zukunft anpacken und meistern!“

Einer, der dies weiß, ist Hans Roman. Als stellvertretender Bürgermeister ergriff er bei der Neujahrsbegrüßung das Wort. Im Namen der Gemeinde und aller Bewohner stattete er Clemens Moll ein herzliches Dankeschön für „den Einsatz, für die Energie und die Visionen zum Wohle unserer schönen Gemeinde Amtzell“ ab. Zur Freude der Zuhörer überreichte Roman dem Bürgermeister dann einen Schöpflöffel, mit dem es gelingen soll, „die beantragten öffentlichen Zuschüsse für die großen Projekte abzuschöpfen“.

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