Feuerwehr verhindert Großbrand in Amtzeller Gewerbegebiet

Lesedauer: 3 Min

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Amtzell und Wangen haben einen Großbrand in Geiselharz verhindert.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Amtzell und Wangen haben einen Großbrand in Geiselharz verhindert. (Foto: Pöppel)

Die Feuerwehren aus Amtzell und Wangen haben am Montagabend einen Großbrand in der Futtertrocknungsanlage im Gewerbegebiet Geiselharz verhindert. Durch einen technischen Defekt hatte die Ballenpresse der Futtertrocknungsanlage zu brennen begonnen.

Gegen 20.45 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren alarmiert, die Amtzeller Abteilung war nach wenigen Minuten mit 43 Mann vor Ort und auch Wangen kam mit sechs Fahrzeugen und 28 Mann zum Brand.

„Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, um Schlimmeres zu verhindern“, sagt Andreas Frei, stellvertretender Stadtbrandmeister in Wangen. Das gesamte Stroh musste schnellst möglich aus der Ballenpresse geräumt werden. Das Dach und die Fassade der Anlage blieben unversehrt, es wurde niemand verletzt.

Wertvolle Löschversuche verhindern Schlimmeres

Auch Dank des beherzten Eingreifens zweier Mitarbeiter vor Ort: Zwei Feuerwehrmänner arbeiten in der Futtertrocknungsanalge und konnten bereits mit dem Löschen beginnen, bevor die Kameraden eintrafen. „Ohne diese ersten Löschversuche wäre es viel schwieriger für uns geworden. Dann hätten wir bestimmt einen Großbrand gehabt“, sagt Martin Weber, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Amtzell. Als er mit dem ersten Einsatzfahrzeug eintraf, stieg schon der Rauch durchs Dach, das Förderband der Ballenpressanlage stand in Flammen. Ein weiterer glücklicher Zufall kam den Feuerwehrmännern zugute: In Amtzell war Übungsabend, die meisten aktiven Feuerwehrmänner waren somit innerhalb weniger Minuten vom Übungsort bei der Anlage.

Gegen 22.30 Uhr war der Brand eingedämmt und das Gröbste geschafft, sodass die Wangener Feuerwehr abrücken konnte, erklärt der stellvertretende Stadtbrandmeister. Die Amtzeller Abteilung blieb allerdings noch länger für Nachlöscharbeiten und suchte mit Wärmebildkameras nach Glutnestern. „Das Problematische in solchen Produktionsstätten ist der Staub“, erklärt Weber. Dieser sei leicht entzündlich und habe auch beim Brand in Geiselharz zu mehreren Glutnestern geführt, die gegen 23 Uhr schließlich alle gelöscht waren.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen