„Bennet“ sorgt für Stromausfälle bei Wangen, Amtzell und Vogt

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(Foto: Netze BW)
Schwäbische Zeitung
Die Feuerwehren im Landkreis Ravensburg wurden von Montagmittag bis zum späten Abend zu 56 Einsatzstellen gerufen. Anlass für die Alarme seien meistens Bäume gewesen, die auf Straßen gestürzt waren, so Michael Klotz aus Leutkirch, der den Kreisbrandmeister vertrat. In drei bis vier Fällen sei die Feuerwehr zu Privathäusern gerufen worden, wo der heftige Wind die Dächer zum Teil abgedeckt hatte. Verletzt wurde niemand. Der Sturm ist laut Klotz vom Schussental Richtung Waldburg und Wangen gezogen, vereinzelte Fälle habe es aber zum Beispiel auch in Aulendorf und Bad Waldsee gegeben. In Leutkirch wurden lediglich zwei Einsätze registriert. In Ravensburg waren es sechs. „Wir sind glimpflich davongekommen in Ravensburg“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Pascal Bachmann. Am Montag war in Ravensburg ein großer Ast auf geparkte Autos gestürzt (die SZ berichtete). Zu weiteren Einsätzen kam es, weil ein großer Ast von einem Baum gebrochen und ein Bauzaun umgestürzt war. (len)

Sturmtief „Bennet“ hat am Fasnetsmontag nicht nur den Narren zu schaffen gemacht. In ganz Baden-Württemberg sorgte es auch für eine Reihe von Stromausfällen. Als einer der Schwerpunkte entpuppten sich die Gemeinde Vogt und die Region südöstlich bis zur A 96 bei Wangen, berichtete Netze BW am Dienstag

„Bäume in Freileitung“ hieß die Diagnose in den meisten Fällen. Vielfach kamen nach Angaben des Netzbetreibers durch die Wucht des Aufpralls die Leiterseile oder sogar Masten zu Schaden. Gegen Abend ab etwa 17.45 Uhr sei es dann in der Region Schlag auf Schlag gegangen: Zunächst stürzten östlich von Waldburg Bäume in die vom Umspannwerk Vogt kommende 20 000-Volt Hauptversorgungsleitung.

 So sieht es aus, wenn ein Sturm den 20 000-Volt-Leitungen zusetzt.
So sieht es aus, wenn ein Sturm den 20 000-Volt-Leitungen zusetzt. (Foto: Archiv: Netze BW)

Keine Viertelstunde später passierte das gleiche Malheur an einer Freileitung nahe dem Wangener Campingplatz Röhrenmoos, berichtet die EnBW-Tochter weiter. Kurz nach 18 Uhr stürzten zwei weitere Bäume so heftig in Freileitungen zwischen Amtzell und Wangen, dass erneut Masten abknickten. „Die Stromausfälle waren im Gebiet in der Gemeinde Vogt sowie in vielen Ortschaften, Weilern und Gehöften bis nach Herfatz bei Wangen zu spüren“, teilt Netze BW mit.

Mehreren Teams der Bereitschaft sei es jedoch weitestgehend zügig gelungen, die jeweiligen Schadensstellen „stromfrei“ zu schalten. Im Anschluss habe durch weitere Schaltmaßnahmen in Abstimmung mit der Zentralen Leitstelle in Ravensburg die Versorgung nach und nach wieder aufgebaut werden können.

Meiste Anschlüsse schnell wieder versorgt

Die allermeisten Anschlüsse waren nach maximal einer Stunde wieder versorgt, so der Netzbetreiber. Nur einige wenige, lediglich „im Stich“ angeschlossene Ortsnetzstationen auf dem Amtzeller Gemeindegebiet hätten sich bis deutlich länger gedulden müssen. Dort waren zunächst mit Hilfe eines Steigers Trennstellen auf Masten zu öffnen beziehungsweise Äste aus den Leitungen zu entfernen.

Am Fasnetsdienstag seien die Schäden durch Monteure des Betriebsservice Allgäu im Detail untersucht worden. Die Reparaturen, insbesondere der Austausch der zerstörten Masten, werde sich aber voraussichtlich noch mindestens bis zum Wochenende hinziehen.

Zu einem weiteren Zwischenfall gab es außerdem am späten Montagabend im Raum Wolfegg. Gegen 21.40 Uhr kam es laut Netze BW zu „einem doppelten Erdschluss mit Stromausfall“. Möglicherweise gehen die beiden Defekte in Erdkabeln zwischen Wassers und der Altdorfer Straße sowie nahe der Station Schule auf sogenannte „Wischer“ in Folge des Sturms zurück.

Nach Lokalisierung der fehlerhaften Abschnitte sei die Versorgung innerhalb einer Stunde aber weitestgehend wieder hergestellt worden. Im Laufe des Dienstags ortete ein Monteurteam mit Hilfe eines Kabelmesswagens die genauen Schadensstellen, berichtet das Unternehmen weiter. Sie werden im Anschluss baldmöglichst aufgegraben und repariert.

Die Feuerwehren im Landkreis Ravensburg wurden von Montagmittag bis zum späten Abend zu 56 Einsatzstellen gerufen. Anlass für die Alarme seien meistens Bäume gewesen, die auf Straßen gestürzt waren, so Michael Klotz aus Leutkirch, der den Kreisbrandmeister vertrat. In drei bis vier Fällen sei die Feuerwehr zu Privathäusern gerufen worden, wo der heftige Wind die Dächer zum Teil abgedeckt hatte. Verletzt wurde niemand. Der Sturm ist laut Klotz vom Schussental Richtung Waldburg und Wangen gezogen, vereinzelte Fälle habe es aber zum Beispiel auch in Aulendorf und Bad Waldsee gegeben. In Leutkirch wurden lediglich zwei Einsätze registriert. In Ravensburg waren es sechs. „Wir sind glimpflich davongekommen in Ravensburg“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Pascal Bachmann. Am Montag war in Ravensburg ein großer Ast auf geparkte Autos gestürzt (die SZ berichtete). Zu weiteren Einsätzen kam es, weil ein großer Ast von einem Baum gebrochen und ein Bauzaun umgestürzt war. (len)
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