Aus kleinen Anfängen entstand Großes

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Am Geburtstag für die gute Sache: Der SV Amtzell stiftet den Erlös ihres Jubiläumswochenendes an die Organisation „Hope – we hel
Am Geburtstag für die gute Sache: Der SV Amtzell stiftet den Erlös ihres Jubiläumswochenendes an die Organisation „Hope – we help children“. Unser Bild zeigt die SVA-Vorsitzenden Hartmut Alender (Mitte) und Detlef Morgenroth (links) sowie Wolfgang Ponto, Vorsitzender von Hope. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Beim Jubiläums-Wochenende des SV Amtzell anlässlich dessen 70. Geburtstages war vom geselligen Empfang bis hin zum sportlichen Aufeinandertreffen mit der Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach alles mit dabei. Ganz seinem sozialen Auftrag entsprechend, wird der SV Amtzell den Erlös in bislang noch nicht bekannter Höhe auch nicht selbst verwenden, sondern ihn an die Organisation „Hope – we help children“ des ehemaligen Amtzellers Wolfgang Ponto weiterreichen.

15 Mark „Schulden“ aus derGründerzeit längst beglichen

Es war eine Geburtstagsfeier ganz so, wie es sich das Vorsitzendenduo Hartmut Alender und Detlef Morgenroth wünschte. „Wir wollen keine langatmigen Reden“, hatte Alender schon im Vorfeld gesagt. Lieber sollte die Geselligkeit und Gemeinschaft im Vordergrund stehen.

140 geladene Gäste, einschließlich eines Großteils der Weisweiler-Elf, fanden sich am Samstagmittag in der Turn- und Festhalle ein. Alender erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Anfänge 1948, als „unter sehr schweren Bedingungen“ mit einem siebenseitigen Antrag einschließlich Vermögensnachweis („Ein Fußball, elf Sportbekleidungen, elf Stiefel und zwölf Mark“) die Geburtsstunde des Vereines schlug. Die durch den 15 Mark teuren Lizenzbetrag entstandenen „Schulden“ seien längst ausgeglichen, versicherte Alender – und empfahl, sich auch die neue Überdachung im Eingangsbereich des Eggenbachstadions anzusehen, die sich der Verein erst jüngst geleistet hat.

Die mitfeiernden Bürgermeister Walther Schmid (1967 Hallenbau und 1971/20 Stadionbau), Paul Locherer („Sportgelände Hössel zur Verfügung gestellt“) und Clemens Moll („sehr, sehr gute neue Halle gebaut“) ordnete Alender in die SV Amtzell-Historie ein. In den sieben Jahrzehnten seines Bestehens ist der Verein auf rund 1000 Mitglieder und 14 Abteilungen angewachsen. Bis 1968 war der SV Amtzell laut Alender ein reiner Fußball-Verein.

Fußball-Camp mit Ex-Profisim Eggenbachstadion

„Ungemein freuen“ durfte sich danach Detlef Morgenroth, SVA-Ehrenvorsitzender und seit März zweiter Vorsitzender sowie Borussia-Mönchengladbach-Fan. Er stellte die Traditionself seines Vereins vor. 1632 Spiele und 291 Bundesliga-Tore vereinen die einstigen Spieler Jörg Kaessmann, Jörg Jung, Dennis Puhl, Karlheinz Pflipsen, Jamal el Khattouti, Hans-Jörg Criens, Lars Schuchardt, Mike Hanke, Martin Schneider, Thomas Kastenmaier, Bachirou Salou, Adam Cichon und Jacques Goumai laut Morgenroth auf sich.

Die vier Letztgenannten weilten schon seit Donnerstag in Amtzell und konnten im Fußball-Camp im Eggenbachstadion 66 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 16 Jahre im Umgang mit den Ball schulen und begeistern. „2019 werden wir das dann zum vierten Mal machen“, versprach Thomas Kastenmaier.

Wolfgang Ponto, Vorsitzender des Vereins „Hope – we help children“, stellte im Rahmen der SVA-Jubiläumsfeierlichkeiten seine Organisation und den Umfang der Hilfsleistungen kranker, ukrainischer Kinder vor. Der Erlös des Amtzeller „Geburtstag-Wochenendes“ wird „Hope“ zugutekommen. „Wir möchten, wenn wir feiern, auch für Menschen etwas machen, denen es nicht so gut geht wie uns“, sagte Vorsitzender Hartmut Alender. Nach dem Zauberer-Duo Chicago ging der Abend in die Party-Nach mit der Band Wildbock über.

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