Amtzeller Feuerwehr hat Platzprobleme

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 Einsatzkräfte aus Amtzell und Wangen verhinderten im Sommer einen Großbrand in Geiselharz.
Einsatzkräfte aus Amtzell und Wangen verhinderten im Sommer einen Großbrand in Geiselharz. (Foto: Archiv: Poeppel)

Die Freiwillige Feuerwehr Amtzell hat Platzprobleme. Das zeigt der Brandschutzbedarfsplan, den die Mitglieder der Feuerwehr nun aufgestellt haben. Außerdem zeigt der Bedarfsplan auch: Ein paar der Einsatzfahrzeuge sind in die Jahre gekommen und müssen demnächst ersetzt werden. Der Bedarfsplan wird das Hauptthema der Gemeinderatssitzung am kommenden Montag, 15. Oktober, sein, die deswegen ausnahmsweise vom Rathaus ins Feuerwehrhaus verlegt wurde.

Im nun vorliegenden Brandschutzbedarfsplan hat die Amtzeller Wehr den Ist-Zustand sowie die Bedarfe festgehalten, erklärt Kommandant Martin Weber: „Wir haben angeschaut, wie wir als Feuerwehr aufgestellt sind und was wir kurz- und mittelfristig benötigen.“ Das Ziel des Plans, der zum ersten Mal ausgearbeitet wurde, sei Transparenz gegenüber der Gemeinde zu schaffen.

Zum einen sei im Plan beschrieben, welche Aufgaben und welche Einsatz-Schwerpunkte die Feuerwehr in Amtzell hat, wie etwa die B32 oder auch das Gewerbegebiet. Außerdem sei nun festgehalten, wo die Gemeinde künftig in die Feuerwehr investieren muss, erklärt Weber: „Das Gebäude ist 1993 erbaut worden und ist mittlerweile eindeutig zu klein. Zum Beispiel sind unsere Umkleidespints in der Fahrzeughalle, das geht heutzutage nicht mehr.“ Der Bauhof, der im selben Gebäude untergebracht ist, habe übrigens genau dieselben Platzprobleme. „Eine Gesamtlösung für Feuerwehr und Bauhof muss her“, sagt Weber.

Einsatzfahrzeuge müssen ersetzt werden

Ein weiterer Punkt, in den bald investiert werden muss, seien die Einsatzfahrzeuge. Zwei seien älter als 30 Jahre und müssten bald ersetzt werden, erklärt der Kommandant.

Der Gemeinderat hatte im Frühjahr 2017 beschlossen, einen Brandschutzbedarfsplan zu erstellen und die Freiwillige Feuerwehr weitestgehend damit beauftragt. Nach der Fertigstellung sei der Plan laut Sitzungsvorlagen der entsprechenden Fachaufsicht, nämlich dem Kreisbrandmeister, zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt worden. Nun muss der Gemeinderat den Plan noch absegnen.

Neben dem neuen Brandschutzbedarfsplan steht auch die Kosten-Aufschlüsselung der Sanierung der Mehrzweckhalle sowie die Teilnahme am Projekt „Digitalisierung und Heimat“ auf dem Programm. Auch Baugesuche, Sanierungen am Ländlichen Schulzentrum und eine Neubeschaffung für den Bauhof stehen auf der Tagesordnung. Bürger können in der öffentlichen Sitzung ab 19 Uhr Fragen an die Verwaltung stellen.

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