Verpflichtet: König startet in vierte Amtszeit

Lesedauer: 4 Min
Schwäbische Zeitung

Überraschung für Bürgermeister Kurt König: Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bekam er den Marsch geblasen. Allerdings wollte sein 1. Stellvertreter Albert Spanninger ihn nicht zurechtweisen, sondern der Verpflichtung für die vierte Amtszeit einen würdigen Rahmen verleihen. So brachten vier Posaunenspieler dem wiedergewählten Bürgermeister zwei Ständchen, um den formalen Akt feierlicher zu gestalten. Die Verpflichtung übernahm der 2. Stellvertretende Bürgermeister Robert Schweizer und König schwor, sein Amt weiterhin nach bestem Wissen und Können auszuführen. Die vierte Amtszeit des Bürgermeisters beginnt offiziell am Samstag, 22. Januar.

Kurt König freut sich auf die weitere Amtszeit. „Ich bin mit Leib und Seele Bürgermeister und will die bevorstehenden, nicht einfachen, Aufgaben gerne anpacken“, sagte der 59-Jährige. Dabei freue er sich auch auf weiteres konstruktives Zusammenwirken mit dem Gemeinderat. „Das heißt nicht, dass wir immer einer Meinung seien müssen. Aber an unserer Zusammenarbeit schätze ich, dass wir uns nach jeder Diskussion noch in die Augen schauen können“, so König.

Kontroversen brachte die restliche Ratssitzung allerdings nicht hervor. Einstimmig genehmigten die Ratsmitglieder die Annahme von zwei Spenden. 200 Euro stiftete Richard Binder für Sportgeräte für die Nachmittagsbetreuung. Und 1300 Euro kamen im vergangenen Jahr bei der Kinoaktion für das Kinderfest zusammen.

Geh- und Radweg nach Hermannus benennen

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes regte Erika Weber (ÖDP) an, zum 1000. Geburtstag von Hermann dem Lahmen im Jahr 2013 einen Weg nach ihm zu benennen. Als Vorschlag nannte sie den Geh- und Radweg, der parallel zur Querspange zwischen Annakapelle und dem neuen Kreuz verläuft. Bürgermeister König nahm das Anliegen auf, um eine Beratung im Gremium darüber vorzubereiten. Zudem berichtete er, dass sich für das Jubiläumsjahr ein Ausschuss gegründet hat, der Ideen für Feierlichkeiten sammelt und Veranstaltungen vorbereitet. Ratsherr Josef Fuchshuber erklärte, dass die jetzige Blumenstraße in Altshausen einmal Hermannusweg geheißen habe.

Helmut Hugger erkundigte sich bei König nach dem Stand der Dinge beim Gewerbegebiet „Obere Sender“. Der Bürgermeister erklärte, dass die Verwaltung mit Nachdruck daran arbeite, das Vorhaben voranzubringen und voraussichtlich im März darüber im Gremium diskutiert werden könne. Robert Schweizer machte darauf aufmerksam, dass ab Montag die Pappeln in der Herzog-Albrecht-Allee gefällt werden. Daher könnte es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Franz Raisle (FWV) fragte ob die Gemeinde als Sparmaßnahme beibehalten könne, den Schnee nur zu räumen, statt zu streuen, wie es bei der Salzknappheit gemacht wurde. „Das ist eine Frage der Verkehrssicherungspflicht. Das müssen wir prüfen“, sagte König.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen