Umweltminister kommt am 13. Juni zur Feierstunde

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 Berichten bei der Generalversammlung der Bürgerenergie-Genossenschaft Ebenweiler (von links): Niels Knappe, Silvia Eberhardt vo
Berichten bei der Generalversammlung der Bürgerenergie-Genossenschaft Ebenweiler (von links): Niels Knappe, Silvia Eberhardt vom Steuerbüro Schnekenburger, Helmut Stehle, Martin Boehme und Klaus Schmidberger. (Foto: Brigitte Zirn)
Brigitte Zirn

Zur Generalversammlung von Ebenweilers Bürger-Energie-Genossenschaft sind erstmals auch 54 Eigentümer von bestehenden Gebäuden eingeladen gewesen. Sie hatten sich zum Anschluss ans derzeit im Bau befindliche Netz II des Nahwärmeverteilernetzes der Genossenschaft entschlossen. Neben ihnen wird die Netzerweiterung das neue Baugebiet Rußäcker versorgen, dessen Erschließung ab Juli/August vorgesehen ist. Auch sind Anmeldungen aus dem Bereich Schlupfener-, Korn- und Fleischwanger Straße noch möglich.

Mit ihnen und 98 weiteren Anschlüssen von Haushalten und öffentlichen Gebäuden, die seit 2017 aus Netz I versorgt werden, wird die von Ebenweilers 1200 Bürgern getragene Genossenschaft dann nahezu 200 Abnehmer mit Energie aus nachwachsenden Rohstoffen (Biogas und Hackschnitzel) beliefern. Vor diesem Hintergrund wird Umweltminister Untersteller am 13. Juni anlässlich einer Feierstunde Ebenweiler als „Gemeinde, die die Energiewende beispielhaft umsetzt“, würdigen.

Bei den Regularien des Mitgliedertreffens begrüßte Klaus Schmidberger als Vorsitzender des Aufsichtsrats die Gäste. Martin Boehme vom Vorstand der Genossenschaft blickte auf wichtige Ereignisse des Jahres 2018 zurück. Bereits im Juni wurden die Pläne für Netz II mit der Gemeinde abgestimmt. Im August begannen die Um- und Ausbauarbeiten der Wärmezentrale. Ein 10 000-Liter-Pufferspeicher wurde installiert, Planung und Vergabe für Netz II vorbereitet. Seit März 2019 schreiten die Arbeiten an Netz II zügig voran. Bis zum Jahresende sollen alle Neukunden angeschlossen sein – vorausgesetzt, die Umleitung der B 30 wird, wie von der Verkehrsbehörde zugesichert, im Oktober aufgehoben.

Helmut Stehle eröffnete seine Bilanz des Geschäftsjahrs 2018 mit dem Dank an die neuen Mitglieder, die auf seine Bitte hin ihre Anschlusspauschale im Voraus bezahlt haben, um der Genossenschaft die Kosten für ein Nachrangdarlehen zu ersparen. Sorgen bereitete im Vorjahr die lange Hitzeperiode, die die Verkaufserlöse um rund 10 000 Euro reduzierte. Letztendlich führte dies, nach Berücksichtigung von Rückstellungen für Steuerberatungs- und Prüfungskosten, zu einem Fehlbetrag für 2018 in Höhe von 1685 Euro.

Dieser soll mit dem aus 2017 verbliebenen Verlustvortrag auf 2019 vorgetragen werden soll. Vor diesem Hintergrund und der aktuell massiven Verteuerung des Materieleinkaufs für Netz II schlug Stehle eine geringfügige Erhöhung des Energiebezugspreises von derzeit 7,5 auf 7,7 Cent pro Kilowattstunde vor, die die Versammlung ohne Gegenstimme billigte.

Sowohl die Mitglieder des Vorstands als auch die des Aufsichtsrats wurden im Anschluss einstimmig entlastet. Um Ärger im Falle einer eventuellen Kontrolle zu vermeiden, mahnte Klaus Schmidberger dringend an, die – sämtlichen Abnehmern von Netz I zugestellten – Vordrucke zum Nachweis mindestens 15-prozentiger Verwendung nachwachsender Energie unbedingt ausgefüllt und unterschrieben zurückzugeben.

Niels Knappes Fotopräsentation über die Entwicklung der zurückliegenden Jahre beschlossen die Versammlung der Bürger-Energie-Genossenschaft.

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