Sportfreunde Altshausen feiern 110. Geburtstag

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 Martin Kiem hält beim Festakt eine Rede.
Martin Kiem hält beim Festakt eine Rede. (Foto: riegger)
Frank Riegger

Der FV Sportfreunde Altshausen ist vor 110 Jahren von 19 jungen Altshauser Bürgern ins Leben gerufen worden. Am Freitag hat der Verein nun zur Feierstunde ins katholische Gemeindehaus geladen.

Die Einweihung des neu geschaffenen „Minispielfeldes“ auf dem Stadiongelände stand im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier. Der Vorsitzende Martin Kiem stellte den Mitgliedern und Gästen das neu geschaffene Schmuckstück im Waldstadion vor. Die Kosten für ein solches Spielfeld belaufen sich auf über 120 000 Euro und waren nicht allein durch den Verein zu finanzieren. Viele Sponsoren und öffentliche Fördermitteln haben die Finanzierung möglich gemacht: Aus dem europäischen Förderprogramm Leader kam ein Zuschuss von 52 000 Euro, rund 70 000 Euro durch Eigenleistung und von den Sponsoren.

Sponsoren und Fördermittel helfen beim Finanzieren

Martin Kiem dankte gleich zu Beginn des Festabends Ralf Singer, Jörg Egle, Joachim Haas und Albert Spanninger, die maßgeblich zum Gelingen des Jubiläums beigetragen haben. Brigitte Bettenmann, stellvertretende Bürgermeisterin, beglückwünschte den Verein zum neuen Minispielfeld und zum 110-jährigen Jubiläum. Die Gemeinderäte wissen, dass die Jugendarbeit in diesem Verein vorbildlich aufgehoben ist. Die Gemeinde Altshausen sehe die Vereinsarbeit als wichtig an, damit Kinder und Jugendliche sinnvolle Freizeitaktivitäten gestalten könnten. Ein Verein der seit 110 Jahren bestünde, lebe doch vom Ehrenamt, von aktiven Spielern aber auch Menschen, die sich um alle möglichen Belange um den Verein betätigen. Und das alles verlange nach Lob und Anerkennung.

Elmar Hugger griff an diesem Jubiläumsabend tief in die Altshauser Fußball-Geschichtsschublade und führte durch die 110 Jahre des örtlichen Fußballs. Die gesamte Information über die Gründung sei allerdings erst rund 50 Jahre später auf Befragen der Gründungsmitglieder aufgeschrieben worden.

Mit der Bahn zu den Spielen gereist

Am 8. April 1911 berichtete der „Oberländer“, dass am Mittwoch 5. April 1911 durch mehrere Sportfreunde ein Fußballclub gegründet worden sei. Feststellbar sei nicht mehr, ob die Gründung erst 1911 war oder es sich eventuell um eine Neugründung gehandelt habe. Die Altshauser Mannschaft sei mit der Bahn zu den Spielen gereist. Sie sei immer mit einer Sechsmann-Musikkapelle ausgerückt, die dann für die nötige Stimmung sorgte.

Die Mannschaft habe auch großzügige Spender gehabt, die zu jedem Spiel 100 Liter Bier stifteten. Vermutlich haben die Spieler den Gegner und auch wohlgesonnene Zuschauer mittrinken lassen. Und so gab es viele Geschichten zu hören. Die verschiedenen Sportplätze waren auch ein Thema.

Musikalisch umrahmt mit „Altshauser Schwabenrock“ und anderen Stücken wurde durch das Duo Enge und Kehle, Engelbert Dangelmaier und Franz Raisle.

Otto Birkenmaier vom „Lamm“ übernahm die Verpflegung und zum Abschluss sang die Gesellschaft das Fußballlied „Wer hat die Welt so schön gemacht“.

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