Schüler stellen ihre Kurzgeschichten vor

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 Das Ergebnis der Schreibwerkstatt kann sich sehen lassen (von links): Projektbetreuerin Lucia Lerner, Rashan Sahin, Autorenpate
Das Ergebnis der Schreibwerkstatt kann sich sehen lassen (von links): Projektbetreuerin Lucia Lerner, Rashan Sahin, Autorenpate Klaus Schuker, Lynn Woitek, Artur Beck, Luca Strobel, Teresa Löw, Philipp Winand, Anna-Maria Hartmann, Jannes Dommaschk, Bürgermeister Patrick Bauser, Dunja Reuthebuch und der stellvertretende Schulleiter Manuel Lutz. (Foto: Eugen Kienzler)
Eugen Kienzler

„Ein tragisches Missgeschick“, „Die zwei Detektive und das Matschgesicht“, „Das Leben ist nicht perfekt“ und „Neles Verschwinden“ waren einige der Titel von Kurzgeschichten, die von Schülern der Herzog-Philipp-Verbandsschule einem großen Auditorium im Musiksaal vorgelesen wurde. Die Besonderheit: Die die neun Schüler aus den Klassen fünf bis sieben sind nicht nur Vorleser sondern auch die Autoren drr Kurzgeschichten.

Mal schmunzelnd, mal Spannung spürend oder auf das Happy End hoffend, ließen sich Bürgermeister Patrick Bauser, stellvertretender Schulleiter Manuel Lutz, Helga Neher von der Katholischen Öffentliche Bibliothek, Eltern, Lehrer und Mitschüler in die Phantasie- und Erlebniswelt der neun jungen Schriftsteller mitnehmen. Anlass dieses Ereignisses war der Abschluss des einjährigen Projektes „Wer interessiert sich schon für meine Geschichte“ das der Friedrich-Bödecker-Kreis im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnis für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgeschrieben hatte. Manuel Lutz und Bürgermeister Patrick Bauser zeigten sich in ihren Grußworten sehr erfreut, dass dieses anspruchsvolle Projekt, bei dem die Schule als eine von bundesweit nur 40 Schulen den Zuschlag erhielt, erfolgreich war. „Dieses Projekt zeige, dass Schule nicht langweilig sein muss, zeige aber auch die Leistungsfähigkeit von Schülern einer Haupt- und Werkrealschule“ so ein ob des Verlaufs und des Ergebnisses zufriedener Manuel Lutz.

Projekt mit 13 Teilnehmern im Januar gestartet

Im Januar 2019 mit ursprünglich 13 Teilnehmern gestartet, haben neun die Ziellinie erreicht. Schriftsteller Klaus Schuker aus Bad Waldsee war dabei Autorenpate, Begleiter und Motivator. Das Projekt eröffnete den Teilnehmern die Chance, eigene Kreativität ausleben zu können, sich auszuprobieren und die Sprache als ein Mittel des sich Ausdrückens in dieser Schreibwerkstatt zu erleben. Von der Idee über die Materialsammlung, das Schreiben einer Inhaltsangabe und der Originalfassung sowie deren Überarbeitung bis zur Präsentation lernten die Schüler, eine Geschichte zu schreiben und dafür Zuhörer zu finden. Dass dabei neben der Freude am Schreiben auch Durchhaltevermögen gefordert war, zeigte sich daran, dass das Projekt außerhalb der Schulzeit, teilweise an Samstagen, auf freiwilliger Basis stattfand. Dass sich die Anstrengungen neben dem Schulalltag gelohnt haben, zeigten die durchweg gelungenen Kurzgeschichten, die in ihrer Bandbreite vom Krimi über Science-Fiction bis zur Liebesgeschichte reichten, aber auch die Selbstsicherheit mit der die jungen Autoren ihre Arbeiten präsentierten. „Ihr habt nie aufgegeben, habt auch in schwierigen Phasen Durchhaltevermögen gezeigt, habt dabei viel gelernt aber euch auch in hohem Maße eingebracht“ war das Lob des mit dem Verlauf und dem Ergebnis zufriedenen Autorenpaten Klaus Schuker. Sein Dank galt der Schulleitung und den beteiligten Lehrkräften für die Bereitschaft, ein solches Projekt durchzuführen und den beiden Bündnispartnern, dem Bürgermeisteramt Altshausen und der Katholischen Öffentlichen Bibliothek.

Am Ende gab es nicht nur viel Lob und Beifall des Auditoriums an die jungen Schriftsteller, sondern auch noch eine Urkunde und das gebundene, 72-seitige Werk „Wer interessiert sich schon für meine Geschichte? – Geschichten, von Jugendlichen geschrieben“, das sicher bei den neun jungen Autoren einen Ehrenplatz als Erstlingswerk erhalten wird.

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