Die Bergläufer nehmen in Kitzbühel die Strecke der Skirennläufer in die andere Richtung.
Die Bergläufer nehmen in Kitzbühel die Strecke der Skirennläufer in die andere Richtung. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Knapp 1100 Bergläufer sind bei kühlen Temperaturen und schwierigen Streckenbedingungen in Kitzbühel an den Start gegangen. Ziel war das „Starthaus“ des wohl bekanntesten Skirennens der Welt auf der Streif in Kitzbühel. Die Teilnehmer mussten dabei die Originalstrecke der Skirennläufer bewältigen, nur umgekehrt. 3,3 Kilometer beträgt die Laufstrecke, aber knapp 900 Höhenmeter müssen die Teilnehmer überwinden, auf dieser kurzen Distanz extrem und dann noch auf Eis und Schnee.

Zum zehnten Mal findet dieser Nachtlauf in Kitzbühel statt, wie in jedem Jahr kommen immer noch mehr Starter zu diesem Event und tausende Zuschauer wollen dieses Spektakel sehen. Der Veranstalter versteht es, die Teilnehmer und Zuschauer mit Motivationsmusik und einer tollen Moderation zu unterhalten. Im Startbereich standen Kinder mit Fackeln und Böllerschützen gaben pünktlich das Startsignal.

Der Nordic Walking Spezialist Michael Epp aus Altshausen startete auch bei seiner neunten Teilnahme mit großem Respekt, kam auch im unteren Teil nicht gut vorwärts. Auf Nummer Sicherheit legt Epp großen Wert, eine Verletzung würde die ganze Saison gefährden. Der Schnee oder das Kunstschneegemisch war durch die relativ milden Temperaturen tagsüber sehr sulzig und schon das Aufwärmen machte den unteren Teil fast unpassierbar, mit diesen Bodenverhältnissen hatten die Teilnehmer nicht gerechnet und viele verloren dort schon Zeit. Auch in diesem Jahr waren Topathleten aus ganz Europa am Start, darunter viele Europameister und Weltmeister aus verschiedenen Ausdauersportarten. Wie schwierig die Strecke war, zeigte auch die Zahl der Finisher, über 100 Starter mussten aufgeben oder wurden wegen Verlassen der Strecke disqualifiziert. Mausefalle, Steilhang, Lärchenschuss und Hausbergkante sind bekannte Bezeichnungen, die fast jeder kennt. 85 Prozent Gefälle oder besser „Steigung“ ist unglaublich verrückt, aber im Zielbereich herrschte Volkfeststimmung, die Zuschauer puschten die Teilnehmer ins Ziel. Im Ziel war der Nordic Walker sehr zufrieden, kein Unfall, eine gute Zeit und ein Platz unter den Top 100.

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