Leopoldschule will Werkstatt für Schüler einrichten

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Siegfried Gebhart macht Schüler Simon und Schulleiterin Monika Boschert-Rittmeyer mit der Spende eine große Freude.
Siegfried Gebhart macht Schüler Simon und Schulleiterin Monika Boschert-Rittmeyer mit der Spende eine große Freude. (Foto: Julia Freyda)

Mit einer großzügigen Spende hat die Leopoldschule in Altshausen ein nützliches Startkapital für die geplante Schülerwerkstatt erhalten. Der Unternehmer Siegfried Gebhart hat von der nach ihm benannten Stiftung einen Scheck in Höhe von 17 000 Euro überreicht.

Die Leopoldschule ist ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat und den Förderschwerpunkten Hören und Sprache. Siegfried Gebhart hatte die Schule schon zuvor unterstützt und war von der Idee einer Schülerwerkstatt sofort begeistert. „Ich habe auch klein angefangen und weiß, wie mühsam es ist, etwas zu erreichen“, sagt der Aitracher. Fast 50 Jahre lang war er Chef der Firma Gisoton in Aichstetten, zu dem weitere Betonwerke in der Region gehören. Zu seinem 77. Geburtstag gründete er vor rund zwei Jahren die „Siegfried Gebhart Stiftung“, das Stiftungskapital beträgt eine Million Euro. Ziel seiner Stiftung sei es, benachteiligte Kinder zu unterstützen und auch gegen den Fachkräftemangel zu kämpfen.

„Ihr Ziel passt zu uns“, sagt Schulleiterin Monika Boschert-Rittmeyer. Denn auch die Leopoldschule versuche, ihre benachteiligten Schüler in vielfältiger Weise zu unterstützen. Die Motivation, etwas zu lernen, führe nicht zwangsläufig über den klassischen Unterricht. „Mit dem Handwerk lassen sich großartige Erfolge erzielen und das baut die Schüler auf“, sagt die Schulleiterin.

Diese Erfahrung macht Sonderschullehrerin Sabine Schweikert seit rund 25 Jahren und sieht ihren Schüler Simon als eines der besten Beispiele. Als er an der Leopoldschule anfing, stand es vor allem im Fach Deutsch kritisch. Mittlerweile habe es sich gebessert. Geholfen hat dabei auch die Mitarbeit an einem Teichprojekt einer Gärtnerei. Dort entdeckte er sein Talent für das Praktische und war so auch wieder motivierter, für die Schule zu lernen. „Bleib an der Sache dran, Junge, aus Dir wird nochmal etwas“, muntert Gebhart den 14-Jährigen weiter auf.

Die Werkstatt wird Hausmeister Wolfgang Erath, selbst gelernter Schreiner, betreuen. „Für uns ist dies ein Projekt, in dem Lehrer zweitrangig sind, denn es soll kein klassischer Unterricht sein“, sagt Boschert-Rittmeyer. Mit der Spende soll nun eine Basis für die Werkstatt geschaffen werden. Tische, Werkzeuge und Maschinen stehen schon auf der Wunschliste.

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