Kurt König behält das Zepter fest in der Hand

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Kurt König strahlt: Der 59-Jährige kann seine vierte Amtszeit als Bürgermeister von Altshausen antreten. Bei der Wahl am Sonntag
Kurt König strahlt: Der 59-Jährige kann seine vierte Amtszeit als Bürgermeister von Altshausen antreten. Bei der Wahl am Sonntag (Foto: Julia Freyda)
Schwäbische Zeitung

Die Wahlbeteiligung ist mit 37,4 Prozent gering, das Ergebnis eindeutig: Mit 94,35 Prozent der abgegebenen und gültigen Stimmen ist Kurt König zum Bürgermeister von Altshausen gewählt worden. Somit kann der 59-Jährige seine vierte Amtsperiode antreten.

Von unserer Redakteurin  Julia Freyda

Um 19.17 Uhr war es geschafft: Albert Spanninger, der Vorsitzende des Wahlausschusses, verkündete im Katholischen Gemeindehaus das Ergebnis der Bürgermeisterwahl. Gleich zweimal ging dabei ein Raunen durch den Saal. Zunächst als Spanninger die Zahl der abgegebenen Stimmen bekanntgab und dann als er das deutliche Ergebnis für Amtsinhaber Kurt König verkündete. Von 3142 Wahlberechtigten hatten 1181 Wähler den Gang an die Urne gemacht. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 37,4 Prozent und bedeutet ein Rekordtief. 2002 haben rund 44 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben. 1994 lag die Wahlbeteiligung bei der Altshausener Bürgermeisterwahl immerhin noch bei 54,7 Prozent. Von den Stimmen waren 95,85 Prozent gültig und 4,15 Prozent ungültig. Auf Kurt König fielen von den gültigen Stimmen 1068, das sind 94,35 Prozent. Mit den übrigen Stimmen hatten Wahlberechtigte eigene Vorschläge gemacht, darunter Altshausener Bürger wie Michael Epp und Ratsherr Hugo Hess. Aber auch die Grünen-Politikerin Renate Künast und Micky Mouse konnten jeweils eine Stimme verbuchen.

Zu diesem deutlichen Ergebnis gratulierte Albert Spanninger nicht nur als Vorsitzender des Wahlausschusses, sondern auch als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Gemeinderat: „Die Zahlen sind eindeutig bedeuten aber auch, dass die Familie weitere acht Jahre auf viel gemeinsame Zeit verzichten muss.“ Als kleinen Trost überreichte er Königs Lebensgefährtin sowie den Töchtern Blumensträuße. Glückwünsche gab es direkt auch von den anderen Fraktionsvorsitzenden aus dem Gemeinderat. Gerhard Grünhagel von der Freien Wählervereinigung lobte das „hervorragend Ergebnis“ und wünschte weiterhin ein „glückliches Händle, wie du bislang bewiesen hast.“ Für die kommenden acht Jahre gab Erika Weber von der ÖDP dem wiedergewählten Bürgermeister.

Trotz bereits 24 Jahren im Amt zeigte Kurt König sich gerührt. „Ich bin ein wenig nervös“, verriet er den rund 80 Zuhörern in seiner Dankesrede. „Das Ergebnis beflügelt mich, für diesen Rückhalt bedanke ich mich herzlich. In Altshausen gab es stets viel zu tun und da sich dies auch nicht ändern wird, freue ich mich auf acht erfüllte, wenn auch vermutlich anstrengende Jahre“, sagte der 59-Jährige. Er freue sich darauf die vor ihm stehenden Aufgaben gemeinsam mit dem Gemeinderat anzupacken. Auch mit der Wahlbeteiligung zeigte er sich zufrieden. „Ich habe mit weniger gerechnet. Über diese Wahl und das Ergebnis bin ich absolut glücklich“, sagte König auf Anfrage der SZ. Für ihn wird es auf jeden Fall die letzte Amtsperiode sein. Aus Altersgründen wird er in acht Jahren nicht erneut antreten können, denn die Gemeindeordnung für Baden-Württemberg schreibt vor, dass ein Kandidat am Wahltag zwischen 25 und 65 Jahre alt sein muss.

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