Kreissparkasse weiht neue Altshauser Filiale ein

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Die Gäste hören sich bei der Einweihung die Reden an.
Die Gäste hören sich bei der Einweihung die Reden an. (Foto: Fotos: klawitter)
Christoph Klawitter

Mit einer Feierstunde hat die Kreissparkasse Ravensburg ihre neue Filiale in Altshausen am Mittwochabend eingeweiht. Diese befindet sich im neu gebauten Dienstleistungsgebäude an der Hindenburgstraße, direkt gegenüber dem vorherigen Standort.

„Warum baut man in diesen Zeiten nochmal komplett neu?“, fragte Heinz Pumpmeier, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, rhetorisch. Eigentlich würden derzeit ja eher die Filialen geschlossen und zusammengelegt, auch aufgrund eines veränderten Kundenverhaltens. Er beantwortete sich die selbst gestellte Frage: „Wir bauen hier für unsere Kunden.“ Die Geschäftsentwicklung sei positiv, ergänzte er mit Blick auf den Standort Altshausen der Kreissparkasse. Seit 1925 sei die Sparkasse in Altshausen präsent, seit 1973 unter dem Dach der Kreissparkasse Ravensburg, davor gehörte die Filiale demnach zur damaligen Oberamtssparkasse Saulgau. Der zweite Grund für den Neubau: Die Bank habe auch in ihre Mitarbeiter investieren wollen. „Wir sind der Meinung: Altshausen hat Zukunft“, sagte Pumpmeier.

„Es war ein langer Weg von der grünen Wiese bis zum Stand heute“, resümierte Filialleiter Oliver Gleich. Er habe den Fortschritt der Bauarbeiten vom alten Standort aus „live“ miterleben können. Der Neubau sei hell und freundlich. „Wir können hier wunderbar arbeiten, wir haben es richtig schön“, freute sich Gleich. Mit einem Schmunzeln erinnerte er sich daran, als eine Umzugsfirma zusammen mit einem Sparkassen-Mitarbeiter die schweren Kundentresor-Elemente vom alten in den neuen Standort schleppte. Kunden hätten im Vorfeld angeboten, bei der schweren Arbeit zu helfen, doch aus Sicherheitsgründen hätte man natürlich den Umzugstermin nicht nennen können, sagte er lächelnd.

Das Gebäude, in dem bislang die Kreissparkasse und die Rechtsanwaltskanzlei Brugger untergebracht waren, wird zugunsten eines Bürgersaal-Neubaus abgerissen. Auch die Kanzlei wird noch in das neue Dienstleistungsgebäude mit einziehen. So kann die Gemeinde nun ihren langersehnten Bürgersaal bauen. Aber auch die Bank habe nun einen attraktiven Standort, verdeutlichte Bürgermeister Patrick Bauser. „Ich denke, dass der Standort hier mit der beste ist in Altshausen“, sagte er. Ohne Hindernisse ging der Bauverlauf laut dem Rathauschef nicht über die Bühne. Beispielsweise habe das Landesdenkmalamt gefordert, den Neubau etwas zurückversetzt von der Straße zu bauen, sagte Bauser. Auch habe eine archäologische Untersuchung durchgeführt werden müssen, die viel Zeit gekostet habe. „Da sind wir ganz schön ins Schleudern gekommen“, bemerkte er mit Blick auf den Zeitplan. Doch jetzt habe man eine gute Lösung, und zwar für alle Beteiligten. Er möge Anglizismen zwar nicht, aber „hier kann man wirklich von einer Win-Win-Situation sprechen“, bilanzierte Bauser.

Der katholische Pfarrer Christof Mayer und die evangelische Pfarrerin Barbara Koch segneten gemeinsam den Neubau. Wie bei Pfarrer Mayer gewohnt, kam dabei der Humor nicht zu kurz: Er habe sich ja im Vorfeld gefragt, ob man eine Bank, eine Sparkasse, überhaupt segnen könne – man könne, er habe nachgeschaut, witzelte Mayer.

Die neue Filiale hat ein Büro für den Filialdirektor, drei Berater-Zimmer und drei sogenannte Dialogtheken. Weiterhin gibt es einen Geldausgabeautomaten, einen Kontoauszugsdrucker und einen Cash-Recycler, hier kann Bargeld eingezahlt werden. Für Sehbehinderte sind am Boden sogenannte Bodenindikatoren angebracht, die ihnen den Weg weisen. Die neue Filiale hat eine Fläche von 220 Quadratmetern. „Jetzt haben wir die Größe, die für uns völlig ausreichend ist“, bemerkte Oliver Gleich dazu im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. Insgesamt hat die Filiale inklusive Gleich sieben Mitarbeiter. Das Gebäude gehöre einem Investor, der es an die Gemeinde vermietete, und diese wiederum habe es an die Kreissparkasse untervermietet, informierte Gleich.

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