Kieswerk dient den Wehren als Übungsort

Lesedauer: 5 Min
 Die Jugendwehr hört den Befehlen des Gruppenführers zu.
Die Jugendwehr hört den Befehlen des Gruppenführers zu. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Erfolgreich haben jüngst die Jugendfeuerwehr Hoßkirch sowie die aktive Abteilung ihre Jahreshauptprobe im Kieswerk in Hüttenreute absolviert.

Die Jugendfeuerwehr Hoßkirch wurde um 18.30 Uhr zu zwei unterschiedlichen Einsatzszenarien alarmiert. Zum einen musste ein Überschlagen der Flammen von einer Lagerhalle auf einen Dieseltank verhindert werden und zum anderen eine junge Frau aus einer Sortiermaschine befreit werden. Nach Abholung der Befehle des Gruppenführers machten sich die Jugendlichen direkt an die Arbeit. Die Löschwasserversorgung wurde vom Fahrzeug aufgebaut und der Tank wurde über zwei Riegelstellungen gesichert. Die andere Gruppe kümmerte sich um die Erstversorgung der eingeklemmten Person. Nachdem die junge Dame befreit und verbunden war, wurde sie zur weiteren Versorgung ans Fahrzeug verlagert. Währenddessen konnten die Kameraden den Brand der Lagerhalle unter Kontrolle bringen. „Die Jugendfeuerwehr hat durch ihren hervorragenden Einsatz ein tolles Bild vor den zahlreichen Zuschauern im Kieswerk abgeliefert“, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. Die Leistung wurde mit einem mächtigen Applaus belohnt.

Gegen 19.30 Uhr wurde schließlich die aktive Abteilung der Feuerwehr Hoßkirch alarmiert. Meldung vor Eintreffen an der Einsatzstelle: Flächen-/Gebäudebrand, dringend Hubertushöhe Hüttenreute. Während der Anfahrt wurde vom Einsatzleiter direkt die zweite Wasserversorgung koordiniert. Ein Kamerad wurde am Überflurhydrant in Hüttenreute abgesetzt, um die anrückenden Kameraden aus Altshausen einzuweisen. Diese rückte mit ihrem neuen Logistikwagen an. Dieses Fahrzeug ist mit rund 2000 Meter B-Schläuchen ausgestattet, die ideal für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken sind. Im inneren der Kiesgrube positionierte sich das Löschfahrzeug der Feuerwehr Hoßkirch vor dem in Brand geratenen Gebäude und bereitete sich auf einen Innenangriff vor. Der Gerätewagen der Feuerwehr Hoßkirch baute die erste Wasserversorgung aus einem innerhalb der Kiesgrube liegenden Wasserspeicher auf. Währenddessen rückten die Kameraden aus Ostrach mit Löschfahrzeug und Einsatzleitwagen an. Das Löschfahrzeug unterstützte beim Innenangriff und der Riegelstellung. Der Einsatzleitwagen übernahm die Organisation der Einsatzstelle. Die Drehleiter aus Altshausen positionierte sich an der Giebelseite des Gebäudes, hier konnte diese direkt zwei Personen aus den Obergeschossen retten. Im Laufe dieser Rettungsaktion konnten die Angriffstrupps im Innenangriff ebenfalls zwei Personen aus dem Gebäude retten. Nachdem ebenfalls bei der aktiven Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle war, begannen die Aufräummaßnahmen.

Im Anschluss an diesen Probenabend waren alle Beteiligte zu Wurstsalat und Getränken ins Feuerwehrhaus nach Hoßkirch geladen. Für die Freiwillige Feuerwehr Hoßkirch bedankte sich Kommandant Jürgen Kästle bei den teilnehmenden Feuerwehrkameraden aus Altshausen und Ostrach für die wieder einmal gelungene Zusammenarbeit und den großartigen Abend. Außerdem richtete er ein großes Lob an die Nachwuchsfeuerwehrleute, die ganze Arbeit geleistet haben. Ein Dank ging insbesondere auch an die Gemeindevertretung und die zahlreichen Zuschauer, die diese Hauptprobe begleitet haben. Ebenso dankte er Marcel Bechinger, der das Übungsobjekt in diesem Jahr zu Verfügung gestellt hat.

Bürgermeister Roland Haug bescheinigt den Wehren „in allen Lagen gewappnet zu sein“ und den Dienst am Nächsten ganz ohne Eigennutz. Gewiss sei das Rettungswesen eine Pflichtaufgabe jeder Kommune, dem komme Hoßkirch in Investitionen auch gerne nach.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen