Jugendball wird feste Einrichtung der Fasnet

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 Die Geehrten und die Gewählten formieren sich nach der Versammlung zum Gruppenfoto.
Die Geehrten und die Gewählten formieren sich nach der Versammlung zum Gruppenfoto. (Foto: Frank Riegger)
Frank Riegger

In ihrer Hauptversammlung am Samstag im Gasthaus Lamm konnte die Zunftleitung der Narrenzunft Altshausen Jürgen Grünhagel und Oliver Schmid für 40 Jahre Treue zu Tradition, Verein und Brauchtum mit Gold auszeichnen. Weiter wurde eine stattliche Anzahl von verdienten Mitgliedern ebenfalls geehrt (siehe Kasten). Zum Auftakt der Versammlung wurde aber erst der verstorbenen Mitglieder, Freunden und Gönnern gedacht.

Bürgermeister Patrick Bauser dankte den Mitgliedern und der Vorstandschaft für ihren vielseitigen Einsatz in der Gemeinde. Sei es das Mitwirken beim Ferienprogramm, beim Funkenbau und natürlich für die großartige Fasnet. Es werde viel geboten für Jung und Alt. Ein gutes Zeichen, wie in diesem Verein gearbeitet werde, sei zum Beispiel die sehr zügige Abarbeitung der Kredite, die für das Vereinsheim nötig waren. In der Gemeinde wirke die Narrenzunft durch ihre beispielhafte Arbeit wie das Salz in der Suppe.

Nach einer außerordentlich erfolgreichen Fasnet wurden die Weichen für drei große Ziele gestellt.

Der Jugendball wird ab sofort eine feste Einrichtung im Terminkalender der Altshauser Narren. Mit dieser Veranstaltung für junge Leute hat die Narrenzunft eine große und wichtige Lücke im Rahmen der fasnächtlichen Jugendarbeit erfolgreich geschlossen. Glückliche und zufriedene Jugendliche haben den Erfolg bestätigt.

Die stetig wachsende Teilnahme an der „Narrenralley“ verlangt, dass eine Weiterentwicklung gefördert werden muss. Dieses „maschkeraganga“ ist eine absolute Bereicherung im Ort neben der gut funktionierenden Brauchtumsfasnet. Bürger ziehen in originellen und fantasievollen Gruppen durch Altshausen und lassen sich an verschiedenen Anlaufstellen prämieren. Das ist ein riesengroßer Spaß für all die ideenreichen Teilnehmer.

Das dritte große Vorhaben ist, dem „Narrenbaumfällen“ mit einer besonderen Wertigkeit eine feste Stelle im Narrenkalender zu geben. Dieser Ausklang der Fasnet soll möglichst alle Hästräger dabei versammeln, miteinander um die scheidende Fasnet zu trauern, aber auch gemeinsam nach vorne zu blicken und zu wissen - ’s goht ab Mitternacht schon wieder dagega. Wenn dann 2021 der neue Bürgersaal stehen soll, dann wird beim „Kehraus“ der Abschied von der Fasnet erleichtert werden.

Wahlen gab es für die Vertreter der Maskengruppen. Markus Birkenmaier hört als Hexenmeister nach 16 Jahren auf und bekommt zum Dank und als Anerkennung ein Maskenbrett zur Erinnerung.

Vorbildliche Aufführungin Unlingen

Im Rückblick berichtete Zunftmeister Klaus Eisele glücklich und stolz über ein erfolgreiches Jahr. Er lobte das neue Team vom Inhaftiertenball, die vorbildliche Aufführung des Hexenzirkels in Unlingen, die neun unermüdlichen Inhaftierungskommandos, die gelungenen Schüler- und Kindergartenbefreiungen und den Kinderball. Auch die Berichte von Schriftführer, Kassierer, Maskenvertreter und Kassenprüfer gaben der Versammlung interessante Informationen und Einblicke in die auch bei der Narrenzunft doch so ernste Vereinsarbeit. Die Versammlung sprach einstimmige Entlastung aus. Geordnet, zufrieden und mit großen Zielen können Altshauser Narren auf die nächste Fasnet zugehen.

Ehrungen und Wahlen bei der Narrenzunft

Für 40 Jahre Treue wurden mit Gold geehrt: Jürgen Grünhagel und Oliver Schmid

Für 25 Jahre erhielten Silber: Michael Reck, Peter Gensel und Franz Grundler

Für zehn Jahre erhielten Bronze: Bernd Stöckler, Stefanie Pfender, Kerstin Brändle und Nicole Litschgi

Als Maskenverteter wurden gewählt: Hexenmeister (Doppelspitze): Manuel Abt und Tizian Wacker, Stellvertreter Bettina Frey und Tobias Rühl

Hopfenweible: Oswald und Monika Dengler

Schindele: Carmen Rude und Jenny Frielinghaus

Büttel: Michael König. (fr)

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