IT-Experte klärt über Sicherheitsrisiken auf

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 IT-Sicherheitsexperte Tobias Eggendorfer referiert in der Mensa des Progymnasiums Altshausen über die Gefahren im Netz.
IT-Sicherheitsexperte Tobias Eggendorfer referiert in der Mensa des Progymnasiums Altshausen über die Gefahren im Netz. (Foto: Cäcilia Krönert)
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IT-Sicherheitsexperte Professor Tobias Eggendorfer von der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat über die „Gefahren im Netz, Angriffe, Datenklau und die Privatsphäre“ in der Mensa des Progymnasiums Altshausen referiert, zu dem am Mittwoch rund 25 Eltern gekommen waren. „Internetbetrug, das ist ein Millionengeschäft, das kennen sie alle, dass es da verschiedene Möglichkeiten gibt, wie man an ihr Geld kommt, die Möglichkeiten sind mannigfaltig“, begann er seinen Vortrag.

Der Abend fand im Rahmen der sozialen Projekttage des Gymnasiums statt, informierte Schulleiterin Katharina Finkbeiner. Bereits am Vormittag hielt Eggendorfer den Vortrag den Schülern, am Abend waren die Eltern dran. Das Progymnasium Altshausen veranstaltete gemeinsam mit der Volksbank-Altshausen-Stiftung diesen Informationsabend mit dem IT-Sicherheitsexperten Tobias Eggendorfer, der zum zweiten Mal an der Schule für einen Durchblick beim Internetbetrug, Schadsoftware, Jugendschutz im Netz und Co. sorgte. Zu den verschiedenen Möglichkeiten gehören Abo-Fallen, Phishing oder E-Bay-Betrug, um nur einige zu nennen. Durch die Nutzung von sozialen Netzwerken mache man sich oft angreifbar, und meistens sitze das größte Problem vor dem Computer, erklärte der Referent.

Kindern ab und zu über die Schulter schauen

Anhand von verschiedenen Eingaben und Abfragen könne das System Verknüpfungen erstellen, die dann sogar als Hinweis im eigenen Terminplaner auftauchen können. Auch verstehe der Computerspezialist, warum manche Menschen ihre Kameras am Rechner abkleben, sogar abschalten, um nicht beobachtet zu werden, denn auch das sei heutzutage im Handumdrehen möglich. Das ständige Herumtragen eines Handys könne sogar im Zusammenschnitt den Aufenthaltsort eines jeden in räumlicher Sicht erstellen, inklusive der Dauer, die man sich dort aufhalte. Das Thema Sicherheit ist bei vielen Nutzern kein Thema mehr. Die im Jahr 1973 erfundene Möglichkeit, E-Mails zu schreiben und zu versenden, ist längst nicht mehr sicher. Die als sicher erklärten, virtuellen Wege des Sendens bieten keinen Schutz mehr, da wäre eine besondere Verschlüsselung vonnöten, so der Referent.

Ganz gefährlich wäre es in dem Zusammenhang, an verschiedenen öffentlichen Plätzen fremde Ladestationen zum Aufladen des Handys zu benutzen, denn dadurch biete jeder auch anderen den leichten Zugang zu persönlichen Daten, gab Eggendorfer zu verstehen.

Bei Kindern, die Handy und Ähnliches benutzen, wäre ein Blick über die Schulter und regelmäßiges Nachsehen, womit sich das Kind beschäftigt, sicherlich als Prophylaxe von erheblichem Vorteil, empfahl der Referent. Weniger ist mehr, nicht jedes Kind brauche ein Handy im Wert von Hunderten von Euros, es reichen auch einfachere Systeme, ohne Zugang ins Internet, gab Eggendorfer zu verstehen.

Beim „Romance Scam“ oder „Internet Love Scam“ spekulieren die Täter beispielsweise auf Bedürfnisse nach Liebe und Nähe. Daraus folgernd, dass der Beziehungspartner nicht genügend prüft und auf gefälschte Profile hereinfällt, teils sogar mit erheblichen finanziellen Einbußen. Das Resümee des Vortrags sei, sich aufmerksamer mit diesem Medium zu beschäftigen, auf Sicherheit, Kindersicherung im Netz und Verschlüsselung zu setzen. Außerdem solle der Zugriff auf Mikrofon, Kamera und Ortungsdiensten im Auge behalten werden, damit man Tätern kaum Angriffsmöglichkeiten biete, denn laut Eggendorfer sei ein 100-prozentiger Schutz nicht möglich.

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