Herzhaftes Lachen belohnt die Darsteller

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Im Ristorante „Delle Stelle“ treffen sich Menschen, die sich an Wendepunkten in ihrem Leben befinden.
Im Ristorante „Delle Stelle“ treffen sich Menschen, die sich an Wendepunkten in ihrem Leben befinden. (Foto: Fotos: Frank Riegger)
Frank Riegger

Im Sonnenhof in Ebenweiler hat es am Samstag ein volles Haus gegeben. Das Ebenweiler Theäterle gab die Premiere seines Stückes „Involtini di pollo – oder wer metzget den Gockel“. Diesmal brachten die Spieler ihre Ideen und Wünsche ein. So wurde diese Komödie daraus entwickelt. Jutta Golitsch schrieb das Buch und führte auch selbst Regie. Zum Erfolg trug bei, dass den Darstellern ihre Rollen auf den Leib geschrieben waren.

Die vielen Gäste waren schon zu Beginn gespannt auf das Stück. Sie sprachen über Darsteller, oft ihre Bekannten, Freunde oder Nachbarn, die schon so oft überraschende Schauspielkunst bewiesen hatten. Sie fragten sich gespannt, was heute zu erleben sein wird. Als dann der Vorhang aufging und die ersten Darsteller auf der Bühne erschienen, gab es großen Applaus zur Begrüßung. Das herzhafte Lachen des Publikums und der laufende Beifall für Darsteller und Stück zeigten, dass dieses Theäterle einfach prima ist. Es ist schon eine beachtliche Leistung, wenn solch ein tolles, starkes Team aus Darstellern, Autorin und Regisseurin, Technik, Bewirtung und allen anderen Mitarbeitern neben ihren Berufen zusammen derart gekonnte Leistungen erbringt.

Im Ristorante „Delle Stelle“ spielt das Stück. Der erfolglose Paparazzo Bruno Maroni (Timm Harr) ist der Meinung, wenn eine Tür zugehe, gehe eine andere auf. Aber ob sich das bewahrheitet, das ist die Frage. Giovanni Petrellis (Markus Skopek) Lokal läuft schlecht. Im Grunde genommen ist er pleite. Da kommt die Bestellung eines Abendessens für eine nebenan spielende Musicalgruppe gerade recht. Giovanni bestellt ein Huhn. Das wurde lebendig geliefert und die Köchin scheut sich, es zu schlachten. Sie findet niemanden, der das übernimmt

In diesem Lokal kommen Menschen zusammen, die an Wendepunkten in ihrem Leben angekommen sind. Es stellt sich die Frage: Schaffen die das? Da ist „Albär“ (Josef Staudacher), der Klavierspieler, der nicht spielen darf. Die Köchin Gritta (Eva Walling) kann nicht kochen, aber singen.

Giovanni hängt nur am Handy

Der Ristorantebesitzer Giovanni (Markus Skopek) ist stinkfaul und ständig nur mit seinem Handy beschäftigt. Seine Schwester Chiara (Kim-Zoe Leibnitz) träumt von der Karriere als Model. Findet Stammgast Paul (Holger Baur) seinen Weg? Die Mafioso-Azubis Rocky (Leon Buck) und Speedy (Kevin Sekuda) versuchen ein „Aufträgle“ zu erledigen. Greta (Christa Baumann), die Musicalsängerin, mag nicht mehr singen, weil der intrigante Kollege Zoltán (Erwin Ermler) ihr seit Jahren nahelegt, ihre Karriere zu beenden. Der Theaterintendant Tassilo Enderle (Kurt Ibele) versucht zu retten, was bei seinem Musical zu retten ist.

Die Handlung war frisch, spritzig, humorvoll und lebendig. Die Darsteller spielten ihre Rollen mit Leidenschaft, Können und viel Humor. Jutta Golitsch ist mit ihrem Team mit diesem Stück eine Punktlandung gelungen. Lang anhaltender Schlussapplaus hat dies bestätigt. Antworten auf die Fragen „Was tun die Charaktere und gibt es Veränderungen in ihrem Dasein?“ gibt es bei den noch bevorstehenden Aufführungen.

Die nächsten Vorstellungen finden statt am Freitag, 8. November, um 20 Uhr; Samstag, 9. November, um 20 Uhr; Sonntag, 10. November, um 17 Uhr; Freitag, 15. November, um 20 Uhr; Samstag, 16. November, um 20 Uhr und Sonntag, 17. November, um 17 Uhr.

Karten können unter Telefon 07584/2402 bei Familie Staudacher reserviert werden.

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