Für ärztliche Versorgung in Riedhausen und Königseggwald gibt’s Geld.
Für ärztliche Versorgung in Riedhausen und Königseggwald gibt’s Geld. (Foto: Daniel Karmann)

Als Schwerpunktgemeinde im Förderprogramm „Entwicklung Ländlicher Raum“ (ELR) hat Ostrach besonders profitiert. Rund 760 000 Euro fließen als Fördermittel in die Projekte. Aber auch Vorhaben im Verwaltungsverband Altshausen werden unterstützt. Dort gehen insgesamt fast 480 000 Euro an Fördermitteln hin.

Auch die Gemeinde Ostrach war unter den Antragstellern und kann in Einhart, Wangen und Kalkreute Flächen gestalten. „Wir haben Hofstellen gekauft, die nicht mehr genutzt werden und reißen dort die alten Gebäude ab, um die Flächen wiederum als Bauplatz zu verkaufen“, sagt Bürgermeister Christoph Schulz. Für die Differenz zwischen den entstandenen Kosten und den Einnahmen aus dem Verkauf, kann die Gemeinde einen Förderantrag stellen. Das hat in Einhart in der Mühlenstraße 29 mit 105 375 Euro geklappt. Ebenso in Kalkreute mit 37 500 Euro sowie in Wangen mit 334 275 Euro. „Es ist sehr erfreulich, dass wir in den Teilorten auf diese Weise eine sinnvolle Gestaltung ermöglichen“, sagte Schulz.

Die weiteren Zuschüsse in der Gemeinde Ostrach:

Ostrach: Sicherstellung der ärztlichen Grundversorgung durch zwei „Satelliten“ – Zweigstellen einer Hauptpraxis – in Riedhausen und Königseggwald, 57 760 Euro.

Ostrach: Rückbau des Wohnhauses Mörikestraße 12 bis auf das Untergeschoss und Neubau einer familiengerechten Wohnung zur Eigennutzung, 20 000 Euro.

Ostrach: Abbruch des bestehenden Wohnhauses im Ahornweg 1 sowie Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage zur Eigennutzung, 7560 Euro und 40 000 Euro.

Waldbeuren: Umbau und Modernisierung des bestehenden Wohnhauses in der Kirchgasse 6 mit Einbau einer alters- und einer familiengerechten Wohnung zur Eigennutzung, 35 930 Euro.

Laubbach: Neubau eines Einfamilienhauses zur Eigennutzung nach Teilabbruch einer Scheune in der Sankt-Nepomuk-Straße, 20 000 Euro.

Gunzenhausen: Abbruch mehrerer Ökonomiegbäude sowie Neubau von zwei Wohneinheiten, davon eine zur Eigennutzung, 9450 Euro und 20 000 Euro.

Kalkreute: Neubau von zwei Ferienwohnungen und eines Hofcafés, 50 370 Euro.

Kalkreute: Neubau eines Einfamilienhauses zur Eigennutzung in der Brunnenstraße 6, 25 000 Euro.

Im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen profitieren sechs Gemeinden mit 16 Projekten von dem Förderprogramm.

Boms: Umnutzung eines leerstehenden Scheunenteils zur selbstgenutzer Wohnung Am Feldrain 14, 50 000 Euro.

Boms: Bau einer Produktions- und Lagerhalle mit Wohnhaus der BMB Metallverarbeitung, 12 310 Euro.

Ebenweiler: Umnutzung eines leerstehenden Scheunenteils zur selbstgenutzten Wohnung in der Schmiedsgasse 1, 50 000 Euro.

Ebersbach: Grundlegende Modernisierung des Wohngebäudes in Ried 64 zur Aufteilung in zwei Wohneinheiten und einem barrierefreien Erdgeschoss, 20 000 Euro.

Ebersbach: Projektbetreuung mit Ausarbeitung von fallbezogenen Quartierskonzepten zur innerörtlichen Aktivierung, 9680 Euro.

Musbach: Abriss eines Bestandsgebäudes Oberatzenberg 3 und Neubau von zwei Wohnungen zur Eigennutzung, 40 000 Euro.

Boos: Umnutzung eines leerstehenden Ökonomiegebäudes Saulgauer Straße 13 zu zwei Mietwohnungen mit Modernisierung des bisherigem Wohnteils, 75 315 Euro.

Eichstegen: Projektbetreuung mit Ausarbeitung von fallbezogenen Quartierskonzepten zur innerörtlichen Aktivierung, 7600 Euro.

Eichstegen: Grundlegende Modernisierung des leerstehenden Wohnteils im Erdgeschoss und Obergeschoss zur Eigennutzung in Kafersulgen 3, 20 000 Euro.

Eichstegen: Zwischenerwerbskosten der Hofstelle Eibenweg 8 zur Baureifmachung und Abbruch, 27 800 Euro und 53 720 Euro.

Hoßkirch: Modernisierung mit Wohnraumerweiterung als Anbau in der Seestraße 8 und 10 und einer selbstgenutzten barrierefreien Wohnung, 20 000 Euro.

Hoßkirch: Teilabriss eines leerstehenden Anbaus in der Herrenstraße 26 und neuer Anbau mit Umnutzung des leerstehenden Dachgeschosses zur Eigennutzung. 20 000 Euro.

Königseggwald: barrierefreier Umbau der bestehenden selbstgenutzten Wohnung sowie Sanierung der Fassade am Kirchplatz 9, 20 000 Euro.

Königseggwald: Abbruch des bestehenden Wohn- und Ökonomiegebäudes und Neubau eines selbstgenutzten Wohnhauses in der Hauptstraße 45, 20 000 Euro.

Königseggwald: Umnutzung leerstehender Büroräume zur Mietwohnung und energetische Sanierung der Fassade Marktplatz 1, 32 850 Euro.

„Die Landesregierung trägt mit der ELR-Förderung bedeutend zu gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land bei“, betonte die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden bei der Bekanntgabe der Fördermittel. In diesem Jahr lege die Landesregierung wie im Vorjahr einen besonderen Schwerpunkt auf die Innenentwicklung der Kommunen und die gezielte Förderung von Wohnraum. Rund die Hälfte der Mittel werde dafür vergeben.

Zu Schwerpunktgemeinden im ELR gehören in der Region Ostrach, Herdwangen-Schönach und Leibertingen. Sie werden jährlich im Vorfeld der Antragstellung für das Programm des nächsten Jahres in einem Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Schwerpunktgemeinden zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen besonderen Beitrag zur Umsetzung der landespolitischen Zielsetzungen leisten. Sie müssen sich konkrete Ziele geben und Strategien zur Erreichung dieser darlegen. Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist eine umfassende Entwicklungskonzeption. Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde ist ein Fördervorrang für maximal fünf Jahre und ein erhöhter Fördersatz bei gemeinwohlorientierten öffentlichen Projekten verbunden.

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