Anbau der Leopoldschule liegt im Zeitplan

Lesedauer: 5 Min
„Scherben bringen Glück und Segen, den Zieglerschen auf allen Wegen“ waren die guten Wünsche des Bauleiters Michael Leonhardt be
„Scherben bringen Glück und Segen, den Zieglerschen auf allen Wegen“ waren die guten Wünsche des Bauleiters Michael Leonhardt beim Richtspruch, aufmerksam begleitet von Christoph Arnegger, Jens Krattenmacher, Ursula Belli-Schillinger und Bürgermeister Patrick Bauser. (Foto: kienzler)

„Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss nach Altshausen gehen“ haben die Schüler der Primarstufe der Leopoldschule Altshausen beim Richtfest des zweiten Bauabschnittes am Dienstag gesungen.

Zusammen mit dem bereits seit 2012 in Betrieb befindlichen Schulgebäude mit der markant geschwungenen Fassade und dem angeschlossenen Schulkindergarten bildet der Anbau zukünftig den Campus des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit den Förderschwerpunkten Hören und Sprache. Auch der Geschäftsführer Facility Management der Zieglerschen, Christoph Arnegger, stellte bei seiner Begrüßung die Handwerker und am Bau Beteiligten in den Mittelpunkt seines Dankes. Trotz der Hyper-Konjunktur in der Bauwirtschaft ist dasVorhaben sowohl im Zeitplan als auch im Kostenbudget, was derzeit absolut keine Selbstverständlichkeit ist. „Im Gegensatz zur Sagrada Familia in Barcelona, die der Architekt Antoni Gaudi 1883 zu bauen begann und die bis heute nicht fertig ist, sind wir in Altshausen auf der Zielgeraden“, damit spielte er auf die Ruhepause von sieben Jahren zwischen den beiden Bauabschnitten an.

Neun Millionen investiert das diakonische Sozialunternehmen in diesen zweiten Bauabschnitt. Nach Fertigstellung wurden dann rund 14,8 Millionen Euro in den Schulstandort Altshausen investiert, vom Land Baden-Württemberg mit 5,2 Millionen Euro gefördert. Mit dem Neubau entstehen 2500 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Geschossen. Vier Lernzonen mit insgesamt 17 Klassenräumen sowie Räumlichkeiten für die Beratungsstelle mit pädagogischer Audiologie und die Verwaltung. Die Leopoldschule bietet nach dem geplanten Einzug zum Schuljahresbeginn 2021 dann Platz für 300 Kinder und Jugendliche. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage dient der Eigenstromnutzung und ist damit ein Beitrag zur CO2-Bilanz. Sicher zu Freude der Anwohner werden nach der Fertigstellung die Behelfscontainer an der Bismarckstraße rückgebaut.

Die Geschäftsführerin vom Hör- und Sprachzentrum Ursula Belli-Schillinger erinnerte in ihrer Rede an den Beginn der Schule 1975 am Standort Altshausen und die stetige Entwicklung bis zum heutigen Ausbaustand. Sie nutzte die Gelegenheit, allen Lehrkräften und dem Führungsteam für die geleistete Arbeit in den Jahren zu danken. Ihr Dank und Kompliment galt aber auch, wie bei allen Rednern, den am Bau Beteiligten, insbesondere den Handwerkern für die qualitätsvolle Arbeit in den bisherigen Gewerken und vor allem für die Rücksichtnahme, denn ein Bau bei laufendem Betrieb sei eine Herausforderung.

Schulleiterin Monika Boschert-Rittmeyer freut sich heute schon auf den Einzug in die neuen Räume. Grundschüler, Werkrealschüler und Realschüler lernen künftig in einem Gebäude. Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf lernen zusammen in einer Klasse. „Ein klassisches Lehrerzimmer gibt es bei uns zukünftig nicht mehr. Alle Lehrkräfte, Erzieher und Pädagogen des Fachdienstes, die Mitarbeitenden aus Haustechnik, Küche, Hauswirtschaft und Sekretariat teilen sich ein Mitarbeitendenzimmer für den fachlichen Austausch und das Pausengespräch. Darauf freuen wir uns sehr“, so die Schulleiterin.

Bürgermeister Patrick Bauser freute sich bei seinem Grußwort nicht nur darüber, dass mit dem Weiterbau an der Leopoldschule der Schulstandort Altshausen eine weitere Aufwertung erfährt, sondern auch darüber, dass mit den neuen Räumen eine positive Umgebung für die Lern- und Lehrkultur geschaffen wird. Das letzte Wort hatte der zuständige Bauleiter des Bauunternehmens Hebel, Michael Leonhardt beim Richtspruch: „Die Schule steht euch stolz bevor, weit offen ist ihr großes Tor, und blick ich um mich hier im Kreise, dann wird mir mit Freude klar, dass das ein Werk von uns allen war.“

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen