Weiterer Kiesabbau in Aitrach genehmigt

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 Die Erweiterung des Kiesabbaugebietes um 2,3 Hektar genehmigte der Gemeinderat mehrheitlich in seiner jüngsten Sitzung.
Die Erweiterung des Kiesabbaugebietes um 2,3 Hektar genehmigte der Gemeinderat mehrheitlich in seiner jüngsten Sitzung. (Foto: Olaf Schulze)
Olaf Schulze

Das Aitracher Sand- und Kieswerk plant eine Erweiterung des bestehenden Abbaugebietes südlich der Gemeinde. Auf einer Fläche von etwa 2,3 Hektar können dann zirka 222.000 Kubikmeter hochwertige Sande und Kies abgebaut werden. Nach dem Abbau erfolgen dann Rekultivierungsmaßnahmen, die bis Ende 2028 abgeschlossen werden sollen. Dies beschloss der Gemeinderat mit einer Gegenstimme in seiner jüngsten Sitzung.

Bei der Rekultivierung werde man der Folgenutzung gerecht, so entstehen, im Hinblick auf Forderungen seitens des Landwirtschaft und des Landschafts- und Naturschutzes, dabei werden Maßnahmen wie Biotope, Magerwiesenbereiche, Wirtschaftswiesen bis hin zum Intensivgrünland verwirklicht.

Des Weiteren wird ein bestehender Geh- und Radkiesweg fortgeführt. Dieser läuft teilweise durch das Rekultivierungsgebiet und muss dann noch durch die Gemeinde fortgeführt werden.

Bei der Diskussion wurden der Erhalt einer Wegeverbindung beim Klausenstich an der Landstraße nach Aichstetten sowie der Zuweg zur Pumpfassung der gemeindlichen Wasserversorgung thematisiert. Hierbei wurden Bedenken hinsichtlich des Grundwasserschutzes vorgebracht, da der Kiesabbau an die Wasserschutzzone I um die Pumpfassung der Trinkwasserversorgung heranrücke, auch wenn er nicht in die Wasserschutzgebietszone eingreife.

Ein Grundwassereingriff sei nicht vorgesehen, so die Verwaltung, denn der Trockenabbau erfolge bis zu einer Tiefe von 11,7 Meter und bliebe damit deutlich über den gemessenen Grundwasserstand. Um eine Kontrolle zu gewährleisten, wünscht der Gemeinderat seitens Wasserbehörde nun den Einbau eines Pegels, um sowohl den Grundwasserstand wie auch verschiedene Parameter zu untersuchen, sodass ungewollte Veränderungen frühzeitig erkannt werden.

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