Träger beklagt Personalprobleme

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Bleiben künftig für drei Wochen in den Sommerferien kinderlos. Die Aitracher Kindergärten Arche Noah (im Bild) und St. Bernhard.
Bleiben künftig für drei Wochen in den Sommerferien kinderlos. Die Aitracher Kindergärten Arche Noah (im Bild) und St. Bernhard. (Foto: Olaf Schulze)
Olaf Schulze

Drei Wochen in den Sommerferien und an insgesamt 31 Ferientagen im Jahr sind die beiden Aitracher Kindergärten Arche Noah und St. Bernard ab dem kommenden Kindergartenjahr geschlossen. Über die künftige Verlängerung der Ferienzeiten von bislang zwei auf drei Wochen stimmten sich die katholische Kirchengemeinde als Trägerin der Kindertagesstätten mit der Gemeinde Aitrach in der jüngsten Gemeinderatssitzung ab.

Pfarrer Ernst-Christof Geil sowie die beiden Einrichtungsleiterinnen Jennifer Räth und Hilde Wimhofer erläuterten dem Gremium die Umstände, die zu dieser Verlängerungsmaßnahme notwendig wurden. „Fakt ist, zu viele Kinder, die von zu wenig Personal betreut werden können”, brachte es Pfarrer Geil auf den Punkt.

Gestiegene Betreuungsangebote in verschiedenen Gruppenformen, wie etwa Ganztagsbetreuung mit Mittagsessen, seien das Hauptproblem und erforderten einen höheren Personaleinsatz, der momentan bekanntermaßen schwer zu erreichen sei, so der Ortspfarrer.

Dies habe schon zu erheblichen Engpässen geführt, die von den Mitarbeiterinnen kurzfristig kompensiert werden mussten. Da habe sich mittlerweile eine Problematik aufgestaut, die eine Ferienverlängerung notwendig macht. Denn die Erzieherinnen bräuchten einen verlässlichen und überschaubaren Rahmen und Zeit zum Abschalten. „Erzieherinnen haben ein Recht auf Urlaub”, so Geil.

Was die Personalproblematik angehe, erhoffe man sich Erfolge bei der Stellenausschreibungen zu einer pädagogischen Fachkraft und eine/n Erzieher/in. Hinzu käme die Möglichkeit, bei tatsächlichen Notfällen Kinder im Kindergarten Aichstetten unterzubringen, wobei dies mit Kosten verbunden wäre.

Bei Umfragen in anderen Kindergärten hätten sich 31 Schließtage als durchschnittlich erwiesen, so Aitrachs Hauptamtsleiter Roland Neumaier. Koordiniert werden müssen allerdings die Betreuungszeiten der Schulkinder mit den Besuchern der Kindergärten, merkten einige der Räte an.

Auch die Eltern müssen sensibilisiert werden und sich nach den Gegebenheiten richten. Fakt ist, dass man sich eine Rundumbetreuung nicht leisten könne, war die Meinung im Gremium. Pfarrer Geil äußerte derweil die Hoffnung, dass ab Januar die Personalprobleme gelöst werden können.

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