Mann hat sich 73 000 Euro erschlichen

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 Die Polizei veranlasste den sofortigen Grenzübertritt nach Italien und informierte die zuständigen Behörden, die daraufhin alle
Die Polizei veranlasste den sofortigen Grenzübertritt nach Italien und informierte die zuständigen Behörden, die daraufhin alle Bezahlungen einstellten. (Foto: Symbol: dpa)
Schwäbische Zeitung

Sozialleistungen von mehr als 73 000 Euro hat sich ein 37-jähriger Nigerianer erschlichen, der im Februar dieses Jahres bei der Kontrolle eines italienischen Fernreisebusses Beamten der Autobahnfahndung aufgefallen war.

Der Tatverdächtige, der vorgab keine Personaldokumente mitzuführen, konnte laut Polizei lediglich eine Duldung vorweisen, die einige Tage vor der Kontrolle abgelaufen war. Wie die weiteren Ermittlungen der Polizisten ergaben, war der Asylantrag des Mannes vom Verwaltungsgericht abgelehnt worden, wegen fehlender Reisedokumente konnte er allerdings nicht abgeschoben worden.

Nachdem die Beamten bei dem Tatverdächtigen dessen nigerianischen Pass, der bereits Anfang August 2016 von der Botschaft in Berlin ausgestellt worden war, auffinden konnten, stellte sich bei den weiteren Recherchen heraus, dass der Mann nicht nur Mitte Dezember 2016 beim BAMF in Heidelberg einen Asylantrag gestellt hatte, sondern sich auch in Italien, Österreich und in der Schweiz als Asylbewerber registrieren ließ. Der mutmaßliche Betrüger benutzte dazu verschiedene Personaldokumente.

Die Polizei veranlasste den sofortigen Grenzübertritt nach Italien und informierte die zuständigen Behörden, die daraufhin alle Bezahlungen einstellten.

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