Hundehaltung wird in Aitrach teurer

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 Auch für die Hundedame Chila erhöht sich die Steuer im kommenden Jahr in Aitrach um 20 Prozent, auf 66 Euro Jahresbeitrag. Das
Auch für die Hundedame Chila erhöht sich die Steuer im kommenden Jahr in Aitrach um 20 Prozent, auf 66 Euro Jahresbeitrag. Das Foto zeigt sie beim Spaziergang mit Ramona Buffler. (Foto: Olaf Schulze)
Olaf Schulze

- Für Diskussionen bei den Aitracher Ratsmitgliedern ha eine geplante jährliche Hundesteuererhöhung um 20 Prozent gesorgt. Dieser Vorschlag der Verwaltung beinhaltete eine Anhebung des Steuersatzes von 60 Euro (2012) auf 72 Euro (ab 2020).

Nachdem der Gemeinderat in einer ersten Abstimmung gegen diese Satzungsänderung stimmte (acht Nein-Stimmen, fünf Ja-Stimmen), votierten sie in einer weiteren Entscheidung für eine minimierte Gebührensteigerung um zehn Prozent mit knapper Zustimmung von sieben zu sechs Stimmen. Künftig betragen die Gebühren für das Kalenderjahr 66 Euro und für den zweiten und jeden weiteren Hund ebenfalls 66 Euro, für jeden Kampfhund werden 600 Euro (vorher 480 Euro) fällig.

Örtliche Aufwandsteuer

Bei der Hundesteuer handele es sich um eine örtliche Aufwandsteuer. Diese Pflichtsteuern dienen grundsätzlich nicht der direkten Gegenfinanzierung einer Leistung, betonte Bürgermeister Thomas Kellenberger. Der Grundbetrag beinhalte aber dennoch Aufwendungen von Hundetoiletten, Verschmutzung von Gehwegen, Kinderspielplätzen, Parkanlagen und anderen öffentlichen Einrichtungen durch Hundekot.

Zahlen hierzu erläuterte Gemeidekämmerer Johannes Simmler: Im Haushalt 2019 sind demnach 10 000 für neue Hundetoiletten eingestellt. Zu den Anschaffungskosten kommen noch die laufenden Unterhaltungsaufwandkosten, wie die Leerung der Hundetoiletten im Ein-Wochen-Rhythmus durch Bauhof-Mitarbeiter, was mit etwa 3000 Euro Personalkosten zu Buche schlägt, sowie die Fahrzeugkosten (1500 Euro), hinzu noch die Ausgaben für die Hundebeutel und deren Entsorgung für 500 Euro. Momentan werden in der Gemeinde 151 Hunde besteuert, darunter sind keine Kampfhunde erfasst.Die Aitracher Steuergebühren liegen im Vergleich mit anderen Gemeinden im Durchschnitt und nach der Erhöhung im oberen Drittel, so Simmler.

Ablehnung und Zustimmung

Zwiespältig waren die Reaktionen der Ratsmitglieder vor der entscheidenden Abstimmung über die abgespeckte Hundesteuererhöhung. Sie reichten von Ablehnung bis Zustimmung. Bernhard Miorin (FLA) fand eine 20-prozentige Erhöhung für übertrieben, Helmut Schmaus (CDU) sah „keinen Grund zu einer Erhöhung“ und Gabriele Merk (FLA) plädierten für eine Beibehaltung, bestenfalls einer zehnprozentigen Erhöhung, wie sich auch Lucia Cervoni (FLA) eine Anpassung vorstellten konnte. Dagegen befürworteten Carla Mayer und Doris Maurer (beide CDU) die vorgeschlagenen 20 Prozent.

Einhellig begrüßt wurde von den Ratsmitgliedern die Beibehaltung der Anleinepflicht für die Vierbeiner im Aitracher Ortsbereich.

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