Erster Wochenmarkt eröffnet: „Eine supertolle Idee“

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Die stellvertretende Bürgermeisterin Carla Mayer stößt aufs Gelingen des Wochenmarkts an.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Carla Mayer stößt aufs Gelingen des Wochenmarkts an. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

In Aitrach gibt es künftig jeden Mittwochnachmittag einen Wochenmarkt. Den ersten hat an diesem Mittwoch die stellvertretende Bürgermeisterin Carla Mayer offiziell eröffnet.

Obst, Gemüse, Brot, Gewürze, Käse, Honig und Fisch können Aitracher und Gäste im Pfarrhof kaufen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mit Kaffee, Crêpes und Pizza zu versorgen.

Von 12 bis 17 Uhr sind die Stände geöffnet. An diesem Mittwoch stieß Carla Mayer pünktlich nach dem 12-Uhr-Läuten der benachbarten Kirche St. Gordian und Epimachus zusammen mit sehr vielen Marktbesuchern aufs Gelingen des neuen Angebots an.

„Der Wettergott hat es heute gut mit uns gemeint“, sagte sie mit Blick in den strahlend blauen Himmel. „Und das bestimmt nicht nur, weil wir uns hier auf histotrischem kirchlichen Gelände befinden, sondern weil das eine supertolle Idee ist.“

Diese Idee stammt von „zwei innovativen Mitarbeitern“ des Rathauses, wie sie erzählte. Tanja Kulovitsch und Roland Neumaier haben sie gehabt, weil ihnen die mobilen Verkaufsstände an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten so gar nicht gefielen.

Nach einer „Wahnsinnstelefoniererei“ (Mayer) hatten sie den neuen Wochenmarkt neben Pfarrstadel (gebaut 1703) und Pfarrhof (1727) organisiert. Dass man den Platz nutzen kann, sei der unkomplizierten Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche zu verdanken, so Mayer, die daher Pfarrer Ernst-Christof Geil als „Gastgeber“ begrüßte.

Einen Wochenmarkt hat es in Aitrach wohl noch nie gegeben. Das hätten Recherchen von Archivar Peter Roth ergeben, erzählte Carla Mayer weiter. Zumindest für die vergangenen 200 Jahre sei nichts dergleichen dokumentiert. Dies hat wohl den Grund, dass es in Aitrach stets viele Landwirte, also Selbstversorger gegeben hat.

„Nun liegt es an ihnen, ob der Wochenmarkt eine Zukunft hat“, sagte Carla Mayer zu den Besuchern und fügte lächelnd an: „Aber es wird nicht jeden Mittwoch ein Glas Sekt geben.“

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