„Deckte Bruck” herausgeputzt

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Das Modell der „deckten Bruck” Aitrach wurde von vielen Helfern umfangreich saniert.
Das Modell der „deckten Bruck” Aitrach wurde von vielen Helfern umfangreich saniert. (Foto: Olaf Schulze)
Olaf Schulze

Heimische Firmen, der Musikverein und fleißige Helfer engagieren sich in Aitrach bei der Sanierung eines Modellbauwerkes der historischen „deckten Bruck”, aus der Gemeindekasse fließen voraussichtlich 3000 Euro.

Die im Jahre 1833 erbaute originale Eichenbrücke überspannte bis zum Abbruch im Jahr 1995 den Fluss Aitrach und trug schwere Lasten, sogar die schweren Panzer der Besatzungsmächte, und ist vielen Aitracher Bürgern in Erinnerung geblieben. 1993 fertigte der Aitracher Zimmermeister Anton Schad ein detailgetreues Modell im Maßstab 1:5, das dann der Öffentlichkeit beim Festumzug zum 175-Jahr-Jubiläum des heimischen Musikvereins auf einem Festwagen präsentiert wurde.

Zur Erinnerung an das historische Bauwerk stellte die Gemeinde im Jahr 2009 gemeinsam mit dem Musikverein das Brückenmodell an der Aitrach in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Standort auf und schuf mit zwei zusätzlichen Bänken einen beschaulichen, schattigen Erholungsort am Fluss, der von der Bevölkerung gerne aufgesucht wird.

Als im vergangenen Jahr die Brücke zum Kreisverbandsmusikfest reaktiviert werden sollte, wurden erhebliche Schäden, insbesondere am Holzschindeldach, festgestellt, so dass eine Sanierung beschlossen wurde.

Die „deckte Bruck“ war etwas Besonderes in der Aitracher Historie, meinte Bürgermeister Thomas Kellenberger anlässlich der Wiederaufstellung des sanierten Bauwerkes, zu der die vielen Helfer zu einer Dankesbrotzeit geladen waren. Alle haben zusammengeholfen: angefangen von der Zimmerei Reffler, die vier Mann an zwei Wochenenden zum Dachdecken mit mehr als 2000 Lärchenholzschindeln einsetzte und die von Mitgliedern des Musikvereins unterstützt wurde. Unterstützung gab es auch von der Baufirma Birk, der Malerei Merk und Privatleuten, die sich künftig um den Blumenschmuck kümmern.

Für all das gibt die Gemeindekasse voraussichtlich 3000 Euro dazu. Im Herbst müssen die Männer vom Musikverein dann noch mal ran: Dann wird die hölzerne Konstruktion mit Holzschutzmitteln gestrichen.

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