Außergewöhnliches mit Niveau bieten

Lesedauer: 4 Min

 Die Chives Sisters aus Leutkirch treten am 2. Oktober in Treherz auf.
Die Chives Sisters aus Leutkirch treten am 2. Oktober in Treherz auf. (Foto: Archiv: Lili Schneider)
Redakteur Bad Wurzach

„Wir wollen ein Programm anbieten, das die Aitracher anspricht, aber auch die Menschen aus den umliegenden Gemeinden anzieht“, sagt Berta Frey, die Leiterin der VHS-Außenstelle Aitrach. Gelingen soll dies mit einer abwechslungsreichen kleinen Veranstaltungsreihe, die verschiedene Zielgruppen ansprechen wird.

Los geht’s am 2. Oktober mit dem Auftritt der Chives Sisters aus Leutkirch im Gemeindehaus Treherz. Bei diesem Gesangstrio kommen die Freunde der leichten Unterhaltung auf ihre Kosten. Spezieller wird’s am 9. November. Dann gastiert der Bluesmusiker Ignaz Netzer in der Aitracher Mehrzweckhalle. Das VHS-Kulturprogramm 2018 beschließt am 23. November ein Theaterstück mit Karin Hoßfeld und Andrea Schilling, unterstützt von der Cellistin Verena Stei. Das Stück, das sie im Versammlungsraum der Mehrzweckhalle aufführen, handelt von der Künstlerin Camille Claudel.

Das Aitracher Kulturprojekt ist eine gemeinschaftliche Initiative von VHS und Gemeinde. Federführend sind Berta Frey sowie Peter Beuter, Bernhard Miorin und Edgar Müller, die den Arbeitskreis (AK) Kultur im Gemeinderat bilden.

Der AK Kultur hat bislang vor allem Ausstellungen organisiert und die Verwaltung beim Ankauf von Kunstwerken beraten. Als nun die Idee aufkam, das bisherige kulturelle Angebot, das vor allem die Musikkapelle Aitrach organisierte und dementsprechend seinen Schwerpunkt auf der Volks- und Blasmusik hatte, zu erweitern, haben VHS und AK Kultur zusammengefunden. „Es bot sich an, die Energien zu bündeln“, formuliert es Peter Beuter. Ziel sei es, den Menschen hier „etwas Außergewöhnliches mit Niveau von Künstlern aus dem süddeutschen Raum“ zu bieten, sagt Bernhard Miorin.

Drei oder vier Veranstaltungen sollen pro Jahr auf die Beine gestellt werden, bevorzugt im Frühjahr und Herbst. „Alleine würde ich das nie schaffen“, ist Berta Frey dankbar für die Unterstützung der Gemeinde. Und die erstreckt sich nicht nur aufs Organisatorische, sondern auch aufs Finanzielle. Denn die Gemeinde steht für eventuelle Verluste gerade. Als Freibrief versteht Berta Frey das aber keinesfalls, wie sie betont: „Kostendeckend zu arbeiten ist das Ziel.“ „Und angesichts des begrenzten Kulturetats einer kleinen Gemeinde auch wichtig“, ergänzt Miorin.

Die Organisatoren sind dabei nicht so vermessen, zu glauben, dass ihr neues Angebot von Beginn an der „große Renner“ wird. Zumal erste Versuche im vergangenen Jahr „eher mittelprächtig“ gewesen seien, wie sich Berta Frey erinnert. „Aber wir wollen einen langen Atem beweisen und hoffen, dass es sich schnell herumspricht, dass das Aitracher Kulturprojekt für Niveau steht und sich ein Besuch jedes Mal lohnt.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen