Aitrach/Tannheim auf der Pokalwelle

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Die SG Aitrach/Tannheim (dunkles Trikot) ist im Moment obenauf.
Die SG Aitrach/Tannheim (dunkles Trikot) ist im Moment obenauf. (Foto: Josef Kopf)
Oliver Weishaupt

In der Fußball-Kreisliga A III empfängt am Sonntag, 8. April, die seit drei Pflichtspielen ungeschlagene SGM Aitrach/Tannheim das Schlusslicht SV Amtzell, dem beim 4:1-Hinspielerfolg sein bislang einziger Saisonsieg gelang. Anpfiff ist um 15 Uhr in Tannheim.

Mit der Punkteausbeute seiner SGM Aitrach/Tannheim aus den Ligaspielen nach der Winterpause gegen Spitzenreiter Lindenberg (0:3), Wangen II (2:1) und Dietmanns/Hauerz (1:1) ist Trainer Anton Villinger nicht ganz zufrieden. „Spielerisch und kämpferisch haben wir es gut gemacht. In Lindenberg hätten wir nicht unbedingt verlieren müssen, sondern vielleicht auch einen Punkt holen können.“ Im Derby gegen Dietmanns/Hauerz habe seine Mannschaft gegen Ende „zwei ganz gute Chancen“ zum Sieg gehabt. „Wenn es optimal gelaufen wäre“, hätte der Tabellen-Neunte im Kampf um den Klassenerhalt also bereits drei Punkte mehr auf dem Konto. „Dafür haben wir gegen Wangen ein bisschen glücklich gewonnen“, gesteht Villinger aber ein.

Überraschend im Halbfinale

Am Karsamstag gelang der Spielgemeinschaft mit einem 3:2-Erfolg gegen den abstiegsbedrohten Bezirksligisten SV Haisterkirch etwas überraschend der Einzug ins Bezirkspokal-Halbfinale. „Das ist ein Erfolg, eine zusätzliche Motivation für die Mannschaft“, freut sich Trainer Villinger. Der Sieg in einem ausgeglichenen Spiel sei „am Ende verdient gewesen, weil wir eben ein Tor mehr geschossen haben“. Am 2. Mai geht es nun abermals zu Hause gegen den aktuellen Bezirksliga-Dritten SV Baindt um den Finaleinzug. „Möglich ist alles“, umschreibt Villinger die Chancen auf eine weitere Pokal-Überraschung. Und weiter: „Ich kenne die Baindter nicht, aber von der Tabelle her ist das natürlich schon noch einmal ein anderes Kaliber als Haisterkirch.“

Sowohl beim Pokalerfolg als auch in den beiden vergangenen Ligaspielen gelang jeweils dem vor der Saison als Kapitän des Bezirksligisten SV Seibranz zu seinem Heimatverein zurückgekehrten Kevin Kaufmann der entscheidende SGM-Treffer. „Kevin ist ein wichtiger, zentraler und erfahrener Spieler, der die Jungen ein bisschen führen kann“, beschreibt Villinger dessen Rolle in der Mannschaft. Kaufmann nehme Villinger zufolge auf dem Platz die Position des zum TSV Babenhausen gewechselten ehemaligen Spielertrainers Ralf Merk ein.

Sowohl am Sonntag gegen Schlusslicht Amtzell als auch eine Woche darauf gegen den Tabellen-Zwölften aus Stiefenhofen steht Aitrach/Tannheim vor richtungsweisenden Begegnungen, wie auch Trainer Villinger betont. „Das sind wichtige Spiele, da können wir einen Schritt nach vorne machen. Wenn wir aber verlieren, sind wir wieder ganz hinten dabei. Amtzell ist ein bisschen unser Angstgegner. Gegen die haben wir immer Schwierigkeiten.“ Seine Mannschaft dürfte jedenfalls gewarnt sein: Beide Hinrundenspiele wurden verloren. Für die Spielgemeinschaft ist also Wiedergutmachung angesagt.

Der Tabellenletzte SV Amtzell konnte die in der Rückrunde für den Klassenerhalt notwendige Aufholjagd noch nicht starten. Nach zwei 0:1-Niederlagen gegen Scheidegg und Deuchelried gelang trotz zwischenzeitlicher, zum Teil deutlicher Führungen auch in den von Trainer Alexander Mayer zu „Endspielen“ ausgerufenen Duellen gegen die ebenfalls gegen den Abstieg kämpfenden Teams aus Stiefenhofen (4:4) und Röthenbach (2:2) kein Sieg. „Das ist punktemäßig zu wenig. Individuelle Fehler haben uns in den letzten zwei Spielen vier Punkte gekostet“, kommentiert Mayer die verpasste Chance, den Rückstand auf die beiden Kontrahenten auf nur noch drei Punkte zu verkürzen.

Für Restsaison gerüstet

Trotz der ausgebliebenen Erfolgserlebnisse sieht Mayer seine Mannschaft für die restlichen Partien gut gerüstet. „Leistungsmäßig waren wir in allen vier Spielen die bessere Mannschaft. Woche für Woche fehlt immer weniger.“ In Sachen kämpferischer Einstellung, Fitness und fußballerischem Vermögen hätten sich seine Spieler gegenüber der Vorrunde verbessert. „Nur fehlt der zählbare Erfolg“, hadert Mayer. „Jetzt heißt es endlich mal wieder Dreier einzufahren, denn ohne die kommen wir nicht hinten raus.“Vom nächsten Gegner Aitrach/Tannheim hält Mayer „ziemlich viel“. „Die haben eine gute Mannschaft, die Fußball spielt und nicht nur hinten drin steht.“ Auch mit Blick auf den 4:1-Hinspielerfolg hofft er, dass gerade die spielerische Stärke der Spielgemeinschaft seinem Team auf dem Weg zum erneut zwingend erforderlichen Sieg zum Vorteil gereichen könnte. „Vielleicht liegen die uns besser, weil sie eben mitspielen.“

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