Vom Feldbett zur Einsatzübung

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Die Jugendfeuerwehr Aichstetten hatte Berufsfeuerwehrtag.
Die Jugendfeuerwehr Aichstetten hatte Berufsfeuerwehrtag. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Fünf Einsätze innerhalb von 18 Stunden. Das ist das straffe Programm der Aichstettener Jugendfeuerwehr am Wochenende bei ihrem Berufsfeuerwehrtag gewesen.

Zum fünften Mal hat ihn die örtliche Feuerwehrleitung organisiert, seit einigen Jahren findet er im jährlichen Wechsel mit dem Jugendzeltlager statt. Von Freitag, 18 Uhr, bis Samstagmittag wurden dazu die Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Feuerwehrhaus von Aichstetten zusammengezogen. In unregelmäßigen Abstand wurden sie zu Übungen alarmiert.

Bereits kurz nach dem Beziehen des Quartiers mussten sie wegen eines heißen Heustocks ausrücken. Keine zwei Stunden nach Ende dieses Einsatzes hieß es erneut: Aufsitzen! Diess Mal ging es bei einbrechender Dunkelheit nach Eschach, wo es im Umkreis der Kirche nach einer vermissten Person zu suchen galt.

Alarmwecken hatten die Organisatoren für den Samstagmorgen ins Programm geschrieben. Um 6 Uhr wurden die Jugendlichen aus den (Feld-)Betten gerissen. In der Einöde bei Altmannshofen musste eine Ölspur beseitigt werden. Und sofort nach dem Frühstück hieß es ausrücken zur Firma Agro Haas, wo sich ein Gefahrstoffunfall ereignet hatte. Dort hieß es unter anderem, eine Dekontaminationseinheit aufzubauen und eine verletzte Person zu bergen.

Als wohl alle Jugendlichen dachten, der Berufsfeuerwehrtag neige sich gemütlich dem Ende entgegen, ertönte nochmals die Alarmsirene. Diesmal ging’s nach Treherz, wo die Organisatoren einen verrauchten Raum vorbereitet hatten. In dessen absoluter Dunkelheit galt es, sich vorsichtig vorzutasten und mehrere Gegenstände zu finden.

Danach war’s dann aber wirklich gut. Mit Mittagessen und Abschlussbesprechung gingen die aufregenden Stunden zu Ende. Jugendwart Rainer Benedickt und Schriftführer Robert Widler, bei denen alle Fäden zusammenliefen, zogen ein positives Fazit. „Es ist hervorragend gelaufen, alles hat gepasst.“ Die Übungen seien sehr gut verlaufen, obwohl einige so noch nie durchgeführt worden waren. Das hing auch damit zusammen, dass aufgrund des noch geltenden Niedrigwassererlasses des Landratsamts keine klassischen Löschübungen stattfinden konnten.

Hochzufrieden waren die Verantwortlichen auch damit, dass sich 14 der 20 Aichstettener Jugendfeuerwehrler beteiligt hatten.

Unterstützt wurden Benedickt und Widler beim Berufsfeuerwehrtag vom stellvertretenden Jugendwart Robin Vollmer, Max Forstner, Niklas Sonntag und Robert Deyringer, die die Jugendlichen betreuten.

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