Neues Storchenpaar im Altmannshofer Nest

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 Ein junges Paar hat sich mal zur Probe auf dem Nest des Altmannshofer Kirchendachs einquartiert.
Ein junges Paar hat sich mal zur Probe auf dem Nest des Altmannshofer Kirchendachs einquartiert. (Foto: Martin Neidhart)
Stellv. Redaktionsleiter/Redakteur Bad Wurzach

Zwei Störche haben derzeit das Nest auf der Kirche in Altmannshofen in Besitz genommen. Ob sie bleiben, sei noch unsicher, sagt eine Expertin.

SZ-Leser Martin Neidhart aus Aichstetten hat das offensichtlich frisch verliebte Pärchen Ende vergangener Woche in dem Nest fotografiert. Aufgrund der auf den Bildern erkennbaren Ringnummern konnten die Tiere von der Vogelwarte Radolfzell identifiziert werden.

In Spanien überwintert

Bei dem Weibchen handelt es sich demnach um Theodora, die 2014 in Kißlegg aus dem Ei geschlüpft ist. In den vergangenen Jahren hielt sie sich in Isny auf, wo sie auch ihren Namen erhielt. Überwintert hat sich in Spanien, weiß Monika Krome von der Vogelwarte Radolfzell zu berichten.

Das namenlose Männchen wurde 2017 am Affenberg in Salem geboren. „Mit knapp zwei Jahren ist es für ihn noch etwas früh, was die Geschlechtsreife betrifft“, sagt Monika Krome. So junge Tiere würden sich meist nicht richtig um ihren Nachwuchs kümmern.

Überhaupt ist es für die Expertin unsicher, ob die Vögel in Altmannshofen bleiben. „Zurzeit sind Störche noch auf der Suche nach dem passenden Nest.“ Zudem erwartet sie Ärger, wenn das im vergangenen Jahr dort brütende Paar eintrifft.

Drei Jungtiere überleben

Das letztjährige Paar, das sich wohl schon das zweite Mal in Altmannshofen niedergelassen hatte, ist unberingt, sodass über seine Herkunft nichts gesagt werden kann. Es hatte vier Jungtiere, von denen drei überlebten. Weil der Altmannshofer Horst auf dem Kirchendach schwer zugänglich ist, wurde auch der Nachwuchs nicht beringt.

Warum manche Störche am linken und manche am rechten Bein den Ring tragen, ist im Übrigen schnell erklärt. In geraden Jahren wird rechts, in ungeraden links beringt.

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