Der hilfreiche Blick von außen

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Der „Adler“ in Aichstetten wird im Herbst abgerissen; das Grundstück übernimmt dann die Gemeinde.
Der „Adler“ in Aichstetten wird im Herbst abgerissen; das Grundstück übernimmt dann die Gemeinde. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Was soll mit Rathaus, Schulgebäude, Grundstück Hauptstraße 40 und Adlerareal geschehen? Diese Frage will im Laufe der kommenden Monate der Gemeinderat beantworten.

Das Gremium stimmte in seiner Sitzung am Mittwoch dem Vorschlag der Verwaltung zu, im Juli zwei Fachbüros einzuladen, damit diese erste grobe Ideen skizzieren. Danach soll entschieden werden, welches Büro den Auftrag für die genaue Planung erhält.

Ein Gesamtkonzept zu erstellen und dann auch Stück für Stück umzusetzen sei eine Aufgabe für die nächsten fünf bis zehn Jahre, so Bürgermeister Dietmar Lohmiller (CDU). Hilfreich sei es dabei, nicht nur die öffentliche Meinung einzuholen, sondern sich auch den Blick von außen geben zu lassen.

Als mögliche Partner sollen sich die Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG) aus Stuttgart und das Architekturbüro PSP aus Memmingen am 18. Juli im Gemeinderat vorstellen. STEG sei ein Unternehmen, das bereits viele ähnlich gelagerte Fälle bearbeitet habe, so Lohmiller. PSP hat für die Gemeinde vor vielen Jahren bereits die Dorfentwicklung samt Feuerwehrhausbau betreut. Beide Büros verfügten über Stadtplaner, Architekten und Statiker, sodass alles aus einer Hand zu erledigen sei.

Im September könnten das beauftragte Büro nach Lohmillers Vorstellungen erste konkretere Vorstellungen liefern: Was könnte wo gemacht werden und was würde das kosten? Bis März 2019 soll es dann, auch mithilfe von öffentlichen Workshops, erste Ergebnisse geben. Ziel Lohmillers ist es, bis zu den Kommunalwahlen Ende Mai 2019 das Nutzungskonzept weitgehend festgeklopft zu haben. „Sonst muss der neue Gemeinderat wieder bei Null anfangen.“

Die Planungsleistungen würden der Gemeinde „sicher nicht unter 100 000 Euro Euro bei einer Förderung von rund 50 Prozent“ kosten, so Lohmiller auf Frage des Gemeinderats Erwin Kling (CDU). Der mahnte auch, der Gemeinderat müsse stets „Herr des Verfahrens“ bleiben, was Lohmiller zusicherte.

Der Bürgermeister sagte in diesem Zusammenhang, dass der ehemalige Gasthof Adler, ein denkmalgeschütztes Gebäude, im Sommer dokumentiert und dann im Herbst abgerissen werde. Das freie Grundstück übernimmt dann die Gemeinde.

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