Hans Reichert

Der Kirchenchor Reichenhofen und der Männergesangverein Altmannshofen schaffen es: Singen im Chor bringt Freude und führt Menschen zusammen. Die schöne moderne Dorfhalle in Altmannshofen war vollbesetzt. Auch Bürgermeister Dietmar Lohmiller, Pfarrer Ernst-Christof Geil und zahlreiche Ehrenmitglieder des traditionsreichen Männerchors Altmannshofen waren dabei.

Die Gäste aus Reichenhofen, unter der sicheren Leitung von Petra Prinz vom Klavier aus, bewiesen ihren kirchenmusikalischen Auftrag schon mit dem ersten Stück: „Lord, I need you“ . Ebenso wie „Love shine a light“ in perfekter englischer Sprache. Die Arrangements von Udo Jürgens' „Ihr von morgen“ und von Nenas „ Wunder geschehen“ ließen den Geist dieser Sänger aufleben. Von Conny Butscher moderiert, war auch viel über die ursprünglichen Interpreten zu erfahren.

Die Altmannshofer sagten sich bei der Programmauswahl „Lieber Rock 'n' Roll statt Rentner“. Und so was kommt an. Beim gemeinsam mit dem Publikum gesungenen „Bajazzo“ ging es noch um Herz-Schmerz-Heimweh und Liebesleid. Aber bei „Sugar Baby“ ist das „Sei doch lieb zu mir, dann bleib ich bei dir“ schon etwas heißer aus den Männerkehlen gekommen. Und bei „Rock mi bis d'r Gamsbock schreit“ (Voxxclub) klatscht der ganze Saal im Takt.

Dirigent Hubert Erath hat mit seiner Programmauswahl nicht nur ein gutes Händchen bewiesen, sondern auch neue junge Sänger dazugewonnen. Mit der Pianistin Conny Butscher hat er ein Ass im Ärmel. So kann Vorsitzender Alwin Fleck beruhigt für die Zukunft planen, vor allem fürs 2019 anstehende 100-Jahr-Jubiläum.

Nach lang anhaltendem Applaus am Ende gab es Tränen der Reichenhofener. Aber auf der Bühne, mit viel Mimik und Taschentüchern. Mit Unterstützung durch eine Tuba sangen sie: „Es ist gekommen, wie es kommen muss, und jetzt ist Schluss!“ Bei so einem gelungenen Abend muss mit Chorkonzerten noch lange nicht Schluss sein.

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