Wie der SV Achberg in die Partie gegen den Spitzenreiter geht

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 Simon Goldbrunner und der SV Achberg bekommt Besuch vom Tabellenersten.
Simon Goldbrunner und der SV Achberg bekommt Besuch vom Tabellenersten. (Foto: Christian Flemming)
Klaus Eichler

Mit dem Derby SG Argental gegen den TSV Meckenbeuren (Samstag, 17 Uhr) wird der 14. Spieltag der Fußball-Bezirksliga eröffnet. Die restlichen Begegnungen finden am Sonntag (14.30 Uhr) statt. Tabellenführer SV Beuren trifft auf Aufsteiger SV Achberg.

„Nach 13 Spieltagen gibt es keine Ausreden mehr“, sagt Trainer Michael Riechel vom SV Achberg, der mit der bisherigen Punkteausbeute nicht zufrieden ist. Aber trotz anhaltender Talfahrt, „wir werden nicht nervös“, sagt Riechel, „beim Torabschluss fehlt uns oft nur die Kaltschnäuzigkeit“. Man habe zuletzt dem SV Oberzell das Leben schwer gemacht, am Ende durch einen Standard verloren. „Trotzdem hat meine Mannschaft eine gute Leistung auf den Platz gebracht“. Diese Leistung wolle man auch gegen Tabellenführer SV Beuren abrufen. Trainer Patrick Mayer hat Achberg gegen den TSV Heimenkirch beobachtet und war schwer beeindruckt. „In der zweiten Halbzeit hat der SV trotz 0:3-Rückstand richtig Gas gegeben“. Dem hält Michael Riechel entgegen: „Eine Halbzeit allein wird aber auch gegen Beuren nicht reichen“. Dennoch, für Riechel liegt der Druck klar auf Seiten des SV Beuren. „Die Momentaufnahme spricht für uns“, sagt Mayer, „wir sind gut drauf und mit dem bisher erreichten mehr als zufrieden“. Die Heimniederlage gegen Mochenwangen sei heilbar gewesen, „manch einer hat erkannt, dass man mit neunzig Prozent nicht erfolgreich sein kann“, sagt Mayer. Auch wenn sich die Frage der Favoritenrolle in diesem Spiel für so manchen nicht stellt, „in dieser Liga kann weiterhin jeder jeden schlagen“, sagt Mayer. „Trotzdem müssen wir neunzig Minuten hell wach sein“, sagt Michael Riechel, „wenn wir gegen den Spitzenreiter punkten wollen“.

Der Zweite TSV Eschach ist seit sechs Spielen ungeschlagen, spielt weiter auf konstant hohem Niveau. „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften“, zumindest ersteres dieses oft zitierten Sprichworts erfüllt der TSV derzeit gnadenlos effektiv. Nur einen Gegentreffer ließ die Defensive in den letzten vier Spielen zu. Eschach erwartet den SV Seibranz. „Wir kennen die Gründe warum es zu Saisonbeginn nicht lief“, sagt Seibranz‘ Coach Thomas Hess, „arbeiten uns Stück für Stück nach oben“. Seibranz ist seit fünf Spielen unbesiegt.

Nach der vierten Niederlage im fünften Spiel ist der TSV Heimenkirch, der den SV Bergatreute erwartet, vorerst zum Verfolger avanciert. Sechs Punkte hinkt der TSV dem SV Beuren hinterher. „Es läuft im Moment nicht rund“, sagt TSV-Trainer Daniel Feistle, „viele Ausrutscher dürfen wir uns nicht mehr erlauben“. Dennoch wolle man die gute Stimmung hochhalten „und so schnell wie möglich raus aus diesem Tal“.

Der Dritte SV Oberzell muss beim VfL Brochenzell antreten der nach schwachem Saisonbeginn mit drei Siegen in Folge die Kurve genommen hatte, nach Niederlagen gegen Achberg und Seibranz weiter unter Zugzwang steht. „Wir müssen schauen das wir dranbleiben“, sagt Trainer Rolf Weiland, „der Druck in diesem Spiel aber lastet auf dem SV Oberzell der aufsteigen will“.

Nach zwei Heimniederlagen in Folge verabschiedete sich der SV Fronhofen aus der Spitzengruppe. Bei der TSG Bad Wurzach werden die rotgesperrten David Schmitz und Simon Metzler fehlen. „Wir können mithalten“, sagt TSG-Coach Roman Hofgärtner, „wir belohnen uns nur nicht“. Drei Punkte aus sieben Spielen lautet die magere Ausbeute.

Der FC Leutkirch kommt mit neuem, alten Trainer zum SV Mochenwangen. Nach dem überraschenden Rücktritt von Bruno Müller am Dienstag nimmt der Sportliche Leiter Patrick Straub bis auf weiteres auf der Leutkircher Trainerbank Platz. Straub führte den FC 2018 in die Landesliga.

Der TSV Ratzenried kann nach der Niederlage gegen Tabellenführer Beuren ohne weiteres zur Tagesordnung übergehen. Beuren ist der einzige aus dem Führungstrio, der den TSV besiegt hat. Ratzenried erwartet den punktgleichen Tabellennachbar SV Kressbronn.

Seit sechs Stunden hat die SG Argental nicht mehr getroffen. Die 20 Gegentore in den letzten vier Spielen, lassen wenig Hoffnung aufkommen, dass die SG im Derby gegen den TSV Meckenbeuren den ersten Heimsieg einfährt. „Wir haben schon oft in einem Spiel viele Gegentore kassiert, aber immer auch viele Tore vorne gemacht“, sagt Argentals Interimscoach Martin König. „Die Ausgangslage nach den letzten Ergebnissen ist aber alles andere als rosig“.

Auch im siebten Heimspiel in Folge schaffte die SG Kißlegg keinen Dreier. Das hat Gegner SV Maierhöfen-Grünenbach wenigstens einmal schon hinter sich und strebt gegen die SG sicher den zweiten an. „Es sieht düster aus, wir werden versuchen auswärts aus der Misere zu kommen“, sagt Mario Ullrich vom SG-Trainertrio, „die Qualität ist vorhanden, jetzt müssen wir endlich Ergebnisse auf den Platz bringen“.

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