Wenn es blinkt und piept: Mehr als 150 E-Darts-Spieler beim siebten Bodenseecup in Achberg

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Männer, die in einer Linie stehen und Darts spielen
Immer wieder vorne dabei: Martin Kramer aus Amtzell (2. v. l.). (Foto: Neuburger)
Harald Neuburger

Um am Bodensee-Cup im E-Darts teilnehmen zu können, hat Ricardo Pietrezcko aus Nürnberg extra seinen Urlaub an den Bodensee verlegt. Der 24-Jährige will eines Tages seinen Lebensunterhalt als Profi verdienen. Bis zu fünf Stunden trainiert er dafür täglich. In Achberg zahlte sich das Training aus. Pietrezcko gewann dort am Wochenende den siebten E-Darts-Bodenseecup.

Von ausgelassener Kneipenstimmung, wie man sie von Darts-Turnieren vor allem in England kennt, war in der Achberghalle in Esseratsweiler wenig zu sehen. Professionell widmeten sich die Spieler dort ihrem Sport. Schließlich gab es insgesamt immerhin 1200 Euro an Preisgeld zu gewinnen. Ausgeschrieben war das Turnier nach der Master-Out-Regel: Die Teilnehmer konnten das Spiel nur mit einem Triple, mit einem Double oder Bullseye beenden. Gespielt wurde Best-of-Three, wer also als erster zwei Spiele gewonnen hat, erreichte die nächste Runde.

Profis wollen in Form kommen

135 Männer und 21 Frauen, von 14 bis 70 Jahren, hatten sich als Teilnehmer eingetragen und bewiesen damit, welchen guten Ruf sich das Turnier in den letzten Jahren erworben hat. Sie kamen bis aus Brandenburg, Nürnberg, Stuttgart und der Schweiz und Österreich nach Achberg.

Neben vielen Hobbyspielern waren auch Profis angereist. Einer davon, Senad Velagic, spielte bereits 2015 beim in der Szene bekannten Winmau World Masters in England. Der 36-Jährige aus Lustenau nutzt wie viele andere Profis diese Art von Turnier, um sich für die im Herbst beginnende Bundesligarunde in Form zu bringen. In Achberg erreichte er schließlich den achten Platz.

Auch eine Dartsgröße aus der Region war am Start. Für Martin Kramer aus Amtzell ist der Bodenseecup mittlerweile ein Pflichttermin. Viele Augen waren auf ihn gerichtet, als der 50-jährige Mitfavorit, aktuell dritter der deutschen Meisterschaft und Vizemeister mit der Mannschaft, sein Spiel an einem der 14 aufgestellten Dartsautomaten aufnahm und zügig von 501 auf 0 spielte. Letztendlich erreichte der Lokalmatador Platz neun – nicht das, was er sich vorgestellt hatte, angesichts der Konkurrenz ein dennoch ein respektables Ergebnis.

Das Turnier wird auch im nächsten Jahr stattfinden. Eine Woche später findet dann die bayerische E-Darts-Meisterschaft statt. Für die Hobby- und Profi-E-Darts-Spieler kommt der Bodenseecup dann wieder genau richtig, um in Form zu kommen. Mindestens.

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