Europaabgeordnete Ulrike Müller besucht Achberg

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Im Einsatz für den lokalen Mittelstand: Europaabgeordnete Ulrike Müller zu Besuch bei den Metzgern Heim und Buchmann.
Im Einsatz für den lokalen Mittelstand: Europaabgeordnete Ulrike Müller zu Besuch bei den Metzgern Heim und Buchmann. (Foto: FW)
Lindauer Zeitung

Ulrike Müller, Europaabgeordnete der Freien Wähler und Spitzenkandidatin der Partei für die Europawahl, hat am Montag in Achberg Station gemacht. Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden der Freien Wähler, Klaus Wirthwein, besuchte sie örtliche Mittelständler und stellte am Abend im Pfarrsaal von Siberatsweiler ihre politischen Schwerpunkte vor. Die Zuhörer engagierten sich intensiv in einer thematisch vielfältigen Debatte.

Ulrike Müller sprach im gut besuchten Pfarrsaal von Siberatsweiler über ihre europäische Politik, heißt es im Eigenbericht der Freien Wähler. Die Themen reichten demnach von A wie Außengrenzen bis Z wie Zentralisierung/Dezentralisierung der Energieversorgung. Leidenschaftlich habe Müller vor dem interessierten Publikum ihre Standpunkte vertreten und bot in einem Vortrag einen Einblick in ihre Tätigkeit im europäischen Parlament und appellierte an die Gäste, am 26. Mai wählen zu gehen und europäische Politik konstruktiv und solidarisch mit zu gestalten. Müller steht der E-Mobilität kritisch gegenüber und fordert flexible Lösungen für nachhaltige Mobilität, die nicht nur die Bedürfnisse einer städtischen Bevölkerung abbilden, sondern auch den Belangen im ländlichen Raum gerecht werden, wo die Reichweiten größer sein müssen, andererseits Schadstoffbelastung weniger virulent ist. Die gesetzliche Umwandlung von Streuobstwiesen in Biotope komme einer schleichenden Enteignung gleich, sagte Müller. Sie führte die beeindruckenden Fördersummen an, die aus Brüssel in die Vierländerregion fließen und führte vor Augen, in welchem Umfang die Region von der EU-Mitgliedschaft profitiert.

Im Anschluss an Müllers Rede folgte eine lebendige Fragerunde. Die Fragen an die Agrarexpertin Müller seien landwirtschaftlich geprägt gewesen und betrafen Themen wie Brennrechte, Düngeverordnung und Tierwohl. Bei der Umsetzung des Brennrechts für Kleinbrenner gab Müller unumwunden zu, hier nicht mit der Verordnung auf einer Linie zu sein. Auch Grenzschutz, Klimaschutz und ein mögliches Tempolimit kamen zur Sprache. Klaus Wirthwein wertschätzt Ulrike Müller in der Pressemitteilung: Sie nehme kein Blatt vor den Mund, auch wenn dies manchmal unbequem ist, und das sei man von Politikern kaum noch gewohnt.

Am Nachmittag hatten Müller und Wirthwein zwei Betriebe besucht. Mit den Metzgern Heim und Buchmann waren mangelnde Unterstützung seitens der Politik ebenso wie regionale Kooperationsprojekte Thema. Müller, die sich in Brüssel für Bürokratieabbau und regionale Vielfalt einsetzt, bekräftigte ihre Unterstützung für den lokalen Mittelstand. Für ihre Verdienste auf diesem Gebiet wurde Müller erst im April vom Europäischen Steuerzahlerbund geehrt.

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