Das Wäscherweible schlägt zu

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 Eine Wäscheleine im Wald erinnert an eine Sage.
Eine Wäscheleine im Wald erinnert an eine Sage. (Foto: Siegfried Kapahnke)

Mancher Wanderer, der im Waldstück von Doberatsweiler Richtung Höhenreute spaziert, wird sich über die Wäscheleine wundern, die dort mitten im Wald hängt. Dort trocknen Unterhemden, Blusen, BHs und Shirts. Sie sollen an das „Wäscherloch“ und die damit verbundene Sage erinnern, erklärt Achbergs Ortsheimatpfleger Jupp Farfeleder.

Er war es, der mit Achberger Kindern im Rahmen des Ferienprogramms 2014 das „Wäscherloch“ an der Ortsgrenze Oberreitnau wieder ausgegraben und mit ein paar Wäschestücken darauf aufmerksam gemacht hatte. Dies hat vielen Wanderern offensichtlich so gut gefallen, dass sie immer mal wieder was Neues dazuhängen. „Das hat sich zu einer Dauersache entwickelt“, sagt Farfeleder. Der Sage nach hat das Weible seine Wäsche am Wäscherloch gewaschen. Die Gestalt, die eine weiße Wäscherhaube und ein seidenes Gewand getragen habe, soll an nebligen Nächten an der Quelle in Doberatsweiler erschienen sein. Männer, die spät nachts und auch nicht immer ganz nüchtern von Oberreitnau aus der Wirtschaft gekommen sind, soll sie mit der nassen Wäsche geschlagen haben, erklärt Farfeleder. Einige seien daraufhin so verwirrt gewesen, dass sie im Wald herumirrten. „Manche sind dann aber auch ins Wäscherloch gefallen.“

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