Achberg: Martin-Grisar-Haus fast fertig, aber Malerarbeiten werden teurer

Nach mehreren Jahren ist das Martin-Grisar-Haus beinahe fertig, doch es muss nachgebessert werden.
Nach mehreren Jahren ist das Martin-Grisar-Haus beinahe fertig, doch es muss nachgebessert werden. (Foto: Viktoria Benz)
Crossmedia-Volontär

Während die lange Geschichte um die Renovierung des Martin-Grisar-Hauses sich langsam ihrem glücklichen Ende nähert, bleibt die Frage um das Kindergartengelände nebenan offen. In der letzten Gemeinderatssitzung unter Bürgermeister Aschauer hat dieser die Versammlung nochmal auf den neuesten Stand gebracht. Seine Aussage: Es ist Licht am Ende des Tunnels.

Eine Zeit lang werde es aber noch dauern, bis die Handwerker aus dem Bild der Martin-Grisar-Hauses verschwinden. Aktuell sei das Obergeschoss fertig, bis auf Kleinigkeiten wie die Seifenspender auf den Toiletten. An der Heizungsanlage werden noch Restarbeiten durchgeführt. In den Gängen gebe es nun eine Rigipsdecke, in den Räumen sei die Holzdecke geblieben. Der Kindergarten im Haus sei sowieso schon lange fertig und im Dachgeschoss werden noch Balken abgedichtet. Insgesamt, so scheint es, sind die Arbeiten am Martin-Grisar-Haus nun tatsächlich auf der Zielgeraden.

Was nun noch nötig sei, und auch Nachtragsausgaben erfordere, seien zusätzliche Malerarbeiten. Dabei handelt es sich um Nacharbeiten zu einigen Mängeln, die beim Streichen des Hauses zutage gekommen sind. Dazu gehören aber auch das planmäßige Anstreichen der Geländer und das Lackieren von Gitterstäben und Garagentoren. Die Stellen, an denen das Gerüst angelehnt gewesen ist, müssen teilweise überpinselt werden, wie sich auf Nachfrage herausgestellt hat. Bürgermeister Aschauer erklärte, dass ihm zwar versichert worden sei, dass solche Arbeiten nicht nötig werden würden, doch das stellte sich als Irrtum heraus. „Mir hat man damals gesagt: Der Gerüstbauer kann das. Aber ob der das wirklich kann?”

Die Kosten für Maler- und Putzarbeiten haben sich damit von ursprünglich rund 41 000 Euro mehr als verdoppelt. Die beauftragte Firma fügt dem aber hinzu, dass sich die ursprünglichen Kosten deutlich verringert haben. Somit könnten die Endkosten für die Arbeiten bei 63 000 Euro liegen, also 22 000 mehr als geplant.

Im neuen Saal im Obergeschoss sollen Feste, Chorproben und Sitzungen stattfinden. (Foto: Kevin Rudner)

Noch völlig offen ist die Gestaltung des schon seit längerem eingezäunten Stücks der Schulstraße zwischen dem St. Christophorus Kindergarten und dem Martin-Grisar-Haus. Schon jetzt wird die Straße vom Kindergarten genutzt, aber das sei keine langfristige Lösung. Zudem brauchen die Freigeräte, die sich der Kindergarten wünscht, sichere Abstände.

Wie das Gelände am Ende aussehen soll, da gehen die Meinungen auseinander. Bleibt der Asphalt, oder wird er entfernt? Wird das Gebiet noch etwas erweitert oder bleibt es in seinem aktuellen Umfang? Zur Debatte steht auch, ob man den schmalen Fußweg an der Schulstraße zur Kindergartenfläche übergibt, und stattdessen auf der Südseite des Hauses einen neuen Weg anlegt.

Der Kindergarten ist Anfang 2020 mit viel Verspätung in das Erdgeschoss des Martin-Grisar-Hauses gezogen. (Foto: Kevin Rudner)

Damit bekäme der Kindergarten noch etwas mehr Platz, denn aufgrund von Anfahrtswegen und Kanaldeckelzugängen sei eine Erweiterung des Geländes in andere Richtungen nur schwer möglich. Das was jetzt stehe, sei auch in etwa das, was gehe. Wie aber genau das Gebiet umgestaltet werden könne, sei noch offen.

Deshalb hat der Gemeinderat nun eine Architektin beauftragt, die eine Grundlagenplanung erarbeiten soll, was mit dem Gelände gemacht werden könne. „Damit hat man auch ein Stück Papier, auf dem man drauf rumfuchteln kann”, meint Aschauer. Den Auftrag an die Architektin aus Argenbühl hat der Gemeinderat schließlich einstimmig erteilt. Auch der zukünftige Bürgermeister Tobias Walch wird somit seinen Teil zur Martin-Grisar-Haus-Geschichte schreiben.

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